DREIER

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DEFINITION

Dreier bezeichnet eine sexuelle Begegnung mit drei beteiligten Personen. Dabei kann es sich um eine einmalige Erfahrung oder eine regelmäßig gelebte Konstellation handeln.

Auf der Suche nach gleichgesinnten oder weiterführenden Austausch?

PRINZIPIEN

  • Konsens aller Beteiligten ist essenziell
  • Klare Kommunikation zu Erwartungen, Rollen und Grenzen
  • In BDSM-Kontexten: Machtverhältnisse und Zuständigkeiten deutlich definieren
  • Offener Umgang mit Eifersucht, Dynamiken und Aftercare

RISIKEN

  • Emotionale Spannungen (z. B. Eifersucht, Ausschlussgefühl)
  • Unklare Kommunikation kann zu Missverständnissen führen
  • Körperlich: STI-Risiken bei wechselndem Körperkontakt
  • In BDSM: Gefahr von Überforderung (z. B. für die submissive Person) oder unklarer Verantwortung

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

  • Je nach Setting: Kondome, Gleitmittel, BDSM-Tools (z. B. Flogger, Seile, Augenbinden)
  • Safe Words oder -Signals für jede einzelne Person
  • Ggf. Möbel oder ausreichend Platz für sicheres Spielen

AUSRÜSTUNG KAUFEN

ANWENDUNGS INFORMATION

Dauer/Intensität

  • Sehr variabel: von kurzem, spielerischem Austausch bis zu mehrstündigen Szenen
  • In BDSM kann ein Dreier sehr intensiv sein, je nach eingesetzten Praktiken oder emotionaler Dynamik

 

Eignung

  • Für neugierige Paare oder Einzelpersonen mit guter Kommunikationsfähigkeit
  • BDSM-Dreier besonders geeignet, wenn klare Rollenverteilungen gewünscht sind
  • Nicht empfohlen für instabile Beziehungskonstellationen ohne vorherige Absprache

 

Vorbereitung

  • Grenzen, Rollen, Wünsche im Vorfeld klären (z. B. verbal oder schriftlich)
  • Wer führt? Wer empfängt? Gibt es No-Gos?
  • Verwendung von Barrieremethoden (z. B. Handschuhe, Kondome für verschiedene Kontakte) einplanen
  • Safe Words/Safe Signs für alle festlegen
  • Raum vorbereiten, Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten schaffen

 

Aftercare

  • Jede beteiligte Person sollte Raum bekommen, um körperlich und emotional zu „landen“
  • Gespräche zur Verarbeitung, Bestätigung und Rückmeldung
  • Eventuell körperliche Pflege, Trinken, Decken, ruhige Musik
  • Wichtig: Niemand sollte sich ausgeschlossen oder „zurückgelassen“ fühlen

 

Sicherheitshinweise

  • STI-Prävention durch Safer Sex
  • Psychische Sicherheit: Achtung vor emotionaler Überforderung
  • In BDSM: Übergreifende Verantwortung für körperliche Sicherheit, auch bei mehreren Akteur*innen
  • Bei ungleichen Erfahrungsständen: Verantwortungsvolles Einbinden und Anleiten

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • „More Than Two“ von Franklin Veaux & Eve Rickert (Polyamorie und offene Dynamiken)
  • „The Ethical Slut“ von Dossie Easton & Janet W. Hardy
  • Blog zum Thema Dreier-Planung und Rollenverteilung

URSPRUNG

Sexuelle Praktiken mit mehreren Personen sind kulturell weit verbreitet und historisch dokumentiert. Im Kontext moderner sexueller Freiheit und alternativer Beziehungsmodelle (wie Polyamorie, Swinging, Queer- und Fetisch-Communities) ist der Dreier als offene und oft fantasiebeladene Praxis etabliert.

In BDSM-Zusammenhängen kann ein Dreier vielfältige dynamische Strukturen annehmen – z. B. zwei Doms und eine Sub, eine dominante Person mit zwei Subs oder drei Personen in wechselnden Machtverhältnissen. Der Begriff ist nicht automatisch BDSM-spezifisch, kann aber durch Rollenspiele, Machtgefälle und bestimmte Praktiken Teil einer BDSM-Erfahrung sein.

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