DRESSCODE

Teilen:

DEFINITION

Dresscode im BDSM- oder Fetischkontext beschreibt eine vorgeschriebene oder empfohlene Kleidungsvorgabe für bestimmte Veranstaltungen, Playpartys oder Szenetreffs.

Auf der Suche nach gleichgesinnten oder weiterführenden Austausch?

PRINZIPIEN

  • Kleidung als Ausdruck von Identität, Lust oder Dominanz/Submissivität
  • Dresscodes schaffen eine geschützte Atmosphäre und grenzen bewusst von Alltagskleidung ab
  • Verstärkung von erotischer Spannung, Rollenzugehörigkeit und ästhetischer Wirkung
  • Teilweise geschlechts- oder rollenbezogene Vorgaben (z. B. „Sub in Dessous“, „Dom in Schwarz“)

RISIKEN

  • Ausschlusswirkung bei unklar kommunizierten oder rigiden Vorgaben
  • Körper- oder genderspezifische Dresscodes können diskriminierend wirken, wenn sie nicht inklusiv formuliert sind
  • Unsicherheit für Neulinge („Was ziehe ich an?“)

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

  • Fetischkleidung: Latex, Leder, Lack, PVC
  • Dessous, Korsetts, Catsuits, Masken, Stiefel
  • Uniformen (z. B. Militär, Butler, Krankenschwester)
  • Formale Kleidung (z. B. Anzug, Cocktailkleid, Gothic-Stil)
  • BDSM-Zubehör (Halsband, Geschirr, Bondage-Elemente)

AUSRÜSTUNG KAUFEN

ANWENDUNGS INFORMATION

Dauer/Intensität

Dresscodes gelten meist für die gesamte Veranstaltung. Manche Events erlauben späteres Entkleiden oder Umziehen in Spielkleidung.

 

Eignung

  • Für Szenekennerinnen und Fetischliebhaberinnen
  • Auch für Einsteiger geeignet, sofern Dresscode klar kommuniziert und inklusiv gestaltet ist
  • Dresscode hilft oft, Unsicherheiten abzubauen, indem er Orientierung bietet

 

Vorbereitung

  • Einladung oder Eventbeschreibung genau lesen
  • Vorab klären, ob Kleidung gestellt oder mitgebracht werden muss
  • Probetragen zu Hause (besonders bei engen Outfits wie Latex)
  • Schuhe und Kleidung sollten trotz erotischer Optik sicher und beweglich bleiben

 

Aftercare

  • Nach dem Tragen von Latex oder enganliegender Kleidung: Hautpflege und Reinigung
  • Kleidung ggf. nachbehandeln (z. B. mit Talkum oder Pflegemitteln für Leder/Latex)
  • Emotional: Entkleidung kann Teil des Loslassens vom Rollenbild sein

 

Sicherheitshinweise

  • Funktionalität und Beweglichkeit prüfen – z. B. bei Korsetts, Masken, High Heels
  • Bei Events mit viel Körperkontakt: hygienische Frischewäsche, saubere Kleidung
  • Rücksicht auf körperliche Grenzen: kein Zwang zu „nackter“ Erscheinung, wenn nicht gewünscht

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • „Fetish Fashion“ von Suzannah Radstone – Überblick über Fetischästhetik
  • Artikel in BDSM-Foren über „Outfits für Einsteiger*innen“

URSPRUNG

Dresscodes in der BDSM- und Fetischszene haben ihren Ursprung in Subkulturen wie der Lederszene der 1950er Jahre, der Gay-Fetisch-Community und später in Goth-, Punk- und Cyber-Kulturen. Kleidung diente dort zur nonverbalen Kommunikation von Vorlieben, Rollen oder Zugehörigkeit. Heute sind Dresscodes fester Bestandteil vieler Veranstaltungen – ob privat, in Clubs oder auf Messen.

Der Dresscode dient meist dazu, ein einheitliches ästhetisches oder thematisches Erscheinungsbild zu fördern, die Zugehörigkeit zur Szene auszudrücken oder ein bestimmtes Rollenverständnis zu unterstützen. Er kann von schlicht (z. B. Schwarz, elegant) bis ausgeprägt fetischistisch (z. B. Latex, Leder, Uniform) reichen.

VERWANDTE BEGRIFFE

TransparenzHinweis:

Manche Links in diesem Wiki sind Affiliate-Links. Ein Kauf über diese Links kostet dich keinen Cent mehr, hilft aber dabei, unsere Community und die Erstellung neuer Inhalte zu unterstützen. Danke, dass du unser Projekt mitträgst.

Please login to use this feature.

Unser Ziel ist es, Menschen bestmöglich zu unterstützen. Dieses Prinzip bildet die Grundlage unseres Handelns und ist der Schlüssel zum Erfolg – besonders in der Welt von BDSM, Vertrauen und Wachstum.

MENU:

KONTO

Einloggen oder anmelden