EDGING

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DEFINITION

Edging bezeichnet das wiederholte gezielte Annähern an den Orgasmus – ohne diesen jedoch (zunächst) zuzulassen.

Auf der Suche nach gleichgesinnten oder weiterführenden Austausch?

PRINZIPIEN

  • Selbstkontrolle oder Fremdbestimmung über den Orgasmus
  • Bewusster Aufbau sexueller Spannung durch Reizung und Rücknahme
  • Kann mit Spielarten wie Tease & Denial, Chastity oder Power Exchange kombiniert werden
  • Konsensuelle Festlegung von Regeln (z. B. Anzahl der „Kanten“, Orgasmusverbot, Strafen)

RISIKEN

  • Frustration oder körperliche Überreizung (z. B. bei zu häufiger Anwendung)
  • Schmerz oder Druckgefühl (z. B. Blue Balls bei Personen mit Hoden)
  • Emotionale Auswirkungen bei einseitigem Machtmissbrauch (z. B. erzwungene Verweigerung ohne Konsens)

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

  • Vibratoren, Dildos oder andere Stimulationshilfen
  • Bondage-Elemente zur Bewegungskontrolle
  • Keuschheitsgürtel oder -käfige (bei langfristigem Orgasmuskontrollspiel)
  • App- oder Zeitsteuerung bei Fernspiel (Remote Domination)

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ANWENDUNGS INFORMATION

Dauer/Intensität

Edging kann über Minuten oder Stunden erfolgen – oder als Teil langfristiger Orgasm Control-Szenarien über Tage/Wochen hinweg. Der Grad der Intensität lässt sich individuell anpassen.

 

Eignung

Für Anfänger*innen geeignet, insbesondere im Solo-Kontext oder in vertrauensvollen Partnerschaften. Für Fortgeschrittene kann Edging auch Teil komplexer Machtspiele oder von Langzeitkontrolle (z. B. in 24/7 D/s-Dynamiken) sein.

Vorbereitung

  • Klare Kommunikation über Ziele, Wünsche und Grenzen
  • Einigung über Kontrollmechanismen (z. B. Wer entscheidet über den Orgasmus?)
  • Festlegung von Safewords oder Signalzeichen (insbesondere bei dominanter Steuerung)

 

Aftercare

Kann notwendig sein, insbesondere bei intensiven oder frustrierenden Szenarien. Körperliche Entspannung, emotionale Rückversicherung und Gespräch helfen, Spannungen abzubauen.

Sicherheitshinweise

  • Auf körperliche Signale achten (z. B. Schmerz, Taubheitsgefühl)
  • Ausreichende Lubrikation verwenden
  • Orgasmusverweigerung nicht ohne Konsens oder als Strafe außerhalb vereinbarter Regeln einsetzen
  • Nicht in Kombination mit Medikamenten oder Zuständen, die die Durchblutung beeinflussen (z. B. bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen)

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • “Come As You Are” von Emily Nagoski (Allgemeine Sexualbildung)
  • “The Ultimate Guide to Orgasm for Women” / ...for Men von Lisa Sweet & Bill Anderton

URSPRUNG

Der Begriff etablierte sich in der Sexpositiv-Bewegung der 1990er-Jahre, fand aber bereits früher Anwendung in tantrischen Techniken oder in der Masturbationstherapie (z. B. zur Behandlung von vorzeitigem Samenerguss). Im BDSM-Kontext ist es eng mit Spielarten der erotischen Kontrolle verbunden.

Der Begriff stammt vom englischen „edge“ (= Rand, Kante) und beschreibt den Zustand kurz vor dem Höhepunkt. Ziel ist es, sexuelle Spannung aufzubauen, zu verlängern und die Empfindung beim späteren Orgasmus zu intensivieren – oder diesen ganz zu verweigern (Orgasm Denial).

Edging kann solo praktiziert oder in eine BDSM-Dynamik eingebunden werden, etwa im Kontext von Dominanz/Submission (Orgasm Control) oder als Bestandteil von Tease & Denial.

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