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FaceFuck bezeichnet im BDSM eine sexuelle Handlung, bei der der dominante Part die Bewegungsführung einer Penetration im Mund des submissiven Parts kontrolliert. Im BDSM-Kontext steht weniger der sexuelle Akt im Vordergrund, sondern das Machtgefälle, die Kontrolle und die bewusst gesteuerte Dynamik. Die Handlung erfolgt ausschließlich einvernehmlich und unter klaren Sicherheitsbedingungen.
FaceFuck gehört zu den dominanzbetonten sexualisierten Praktiken im BDSM, bei denen Kontrolle, Einflussnahme und Machtposition zentral sind. Es handelt sich um eine Form der oralen Penetration, bei der der dominante Part die Richtung, Tiefe oder Geschwindigkeit vorgibt. Der submissive Part gibt in diesem Rollenspiel bewusst Kontrolle ab und erlaubt die Führung durch den Dominanten.
SSC – Safe, Sane, Consensual
Notwendig aufgrund der körperlichen und psychischen Intensität.
RACK – Risk Aware Consensual Kink
Beide müssen die Risiken kennen und akzeptieren.
Informierter Konsens
Besonders wichtig bei Atemreizung oder Würgereflex.
Metakonsens
Bei sprachlich erniedrigenden Elementen ist klares Verständnis über die Rolle nötig.
Verantwortung des dominanten Parts
Atemwege im Blick behalten, Druck und Tempo kontrollieren, jederzeit abbrechen.
Verantwortung des submissiven Parts
Ehrlich über Grenzen sprechen, Signale nutzen, Überlastung nicht „toughen“.
Aftercare-Pflicht
FaceFuck ist körperlich und emotional intensiver als viele andere Praktiken.
FaceFuck ist mit besonderen Risiken verbunden:
Atemrisiken: eingeschränkte Atmung, Atemnot, Panik
Würgereflex / Erbrechen: Gefahr des Verschluckens
Überforderung: körperlich oder psychisch, durch zu schnelles Tempo oder zu viel Druck
Nacken- und Kieferbelastung: Verspannungen, Krämpfe
Psychische Risiken: Trigger, Schamreaktionen, Flashbacks
Kontrollverlust: kann positiv gewollt, aber auch zu heftig sein
Hygienethemen und Infektionsrisiken, je nach Art der Penetration
Diese Praxis darf niemals durchgeführt werden:
ohne zuvor vereinbarten Konsens
ohne Safeword und eindeutige Stoppsignale
unter Substanzeinfluss
bei Atemproblemen, Erkältung, Panikstörungen oder instabiler Psyche
Unterstützende Positionselemente:
Sicherheitsmaterial:
Kommunikationstools:
Optional:
Ausrüstung ist bei FaceFuck weniger wichtig als Position, Halt, Stabilität und freie Atmung.
Dauer/Intensität
Anfänger:innen: kurze, sanfte Varianten mit ausreichend Atempausen
Fortgeschrittene: längere Sessions mit gezieltem Würgereiz, Kontrolle oder Reizsteigerung
Intensität: variabel – von sinnlich bis roh und aggressiv inszeniert
Eignung
Geeignet für: Personen, die Lust an Kontrolle, Machtspielen, oralem Service oder extremem Lustspiel haben
Nicht geeignet für: Menschen mit starkem Würgereiz, Atemproblemen, schlechten Erfahrungen mit oralem Sex oder ohne klares Vertrauensverhältnis
Vorbereitung
Kommunikation vorab: Was ist erlaubt, was nicht? Welche Worte oder Gesten beenden das Spiel?
Grenzen definieren: Tiefe, Dauer, Umgang mit Speichel, Würgen etc.
Körperlich vorbereiten: Zähne reinigen, Kiefer lockern, evtl. Nasenatmung üben
Raum vorbereiten: Ruhiger Ort, ggf. Spiegel, feuchte Tücher, Wasser
Aftercare
Beruhigung und körperliche Zuwendung: z. B. Umarmung, Wasser, Kiefermassage
Emotionale Nachbesprechung: Besonders bei erniedrigendem oder dominanzbetontem Spiel
Hygiene und Pflege: Mund ausspülen, Lippen und Hals versorgen
Sicherheitshinweise
Stoppzeichen muss trotz Mundnutzung möglich sein (z. B. Handheben, dreimaliges Klopfen)
Nicht den Atem blockieren – bei tiefem Eindringen regelmäßig Pausen einlegen
Niemals gewaltsam gegen Widerstand arbeiten
Bei Anzeichen von Panik, Erbrechen, Tränenfluss oder Erstarren sofort abbrechen
Damit FaceFuck sicher und einvernehmlich ablaufen kann, braucht es:
Intensives Vorgespräch:
Grenzen, Tabus, gesundheitliche Einschränkungen
Empfindlichkeit des Würgereflexes
Positionen, in denen sich der submissive Part sicher fühlt
Vorab definierte Signale:
Safeword
Nonverbales Stoppsignal (z. B. Handzeichen), da Sprechen nicht möglich ist
Körperliche Rahmenbedingungen:
bequeme, stabile Position
freier Brustkorb, um Atmung nicht zusätzlich einzuschränken
Zugang des dominanten Parts zum gesamten Kopfbereich, um Druck sofort lösen zu können
Pausen und Rhythmus:
Der dominante Part muss jederzeit erkennen, wann der submissive Part Luft benötigt oder überfordert ist.
Nachsorge / Aftercare:
Beruhigung, Stabilisierung
Wasser trinken
Sanfter Übergang aus der Rollenenergie
Da FaceFuck sowohl physische Reize (Würgereflex, Tränenfluss, Druck) als auch psychische Intensität auslöst, ist eine sorgfältige Begleitung unverzichtbar.
Der Begriff „Facefuck“ kommt nicht ursprünglich aus dem BDSM, sondern aus der pornografischen Umgangssprache, und wurde erst später als spezifischer Begriff in BDSM-Kontexte übernommen.
Der Ursprung lässt sich klar nachvollziehen. Er ist eng verwandt mit Begriffen wie „Gagging“, „Throat Training“ oder „oralem Dominanzspiel“.
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