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Ein Submissive ist eine Person im BDSM-Kontext, die bewusst die unterwürfige Rolle in einer Szene oder Beziehung einnimmt und die Kontrolle an eine dominante Person (Dom/Domme) abgibt. Ein submissive (Sub) ist eine einvernehmliche Rolle, in der eine Person bereit ist, Macht, Kontrolle oder Entscheidungsbefugnis ganz oder teilweise abzugeben. Submissivität ist eine freiwillige, psychologische, emotionale oder körperliche Form der Hingabe innerhalb fest vereinbarter Grenzen.
Die Rolle des submissive, oft einfach „Sub“ genannt, gehört zu den zentralen Grundstrukturen vieler BDSM-Dynamiken. Submissivität bedeutet dabei nicht Schwäche oder Unterordnung im gesellschaftlichen Sinn, sondern eine bewusste, selbstbestimmte Entscheidung, Macht, Kontrolle oder Verantwortung temporär oder dauerhaft an eine dominante Person abzugeben. Diese Machtübertragung geschieht ausschließlich einvernehmlich und innerhalb klar festgelegter Grenzen – Submissivität ist immer eine freiwillige Wahl.
Subs können ganz unterschiedliche Persönlichkeiten haben. Viele sind im Alltag stark, selbstbewusst, führend oder unabhängig, entscheiden sich aber bewusst dafür, im BDSM-Kontext Kontrolle abzugeben. Für manche ist es ein Ventil: der Wunsch, Verantwortung loszulassen und sich in sicheren Händen fallenzulassen. Für andere ist submissive eine Form der Intimität, psychologischen Nähe oder des emotionalen Loslassens. Manche erleben Subspace – einen tranceähnlichen Zustand tiefer Hingabe. Submissivität ist ein Spektrum und nicht starr definiert.
Ein submissive kann verschiedene Formen von Kontrolle abgeben – körperlich, mental, emotional, organisatorisch oder rituell. In manchen Dynamiken geht es um Gehorsam, Struktur und Regeln; in anderen um Dienst, Hingabe oder reine erotische Unterwerfung. Manche Subs bevorzugen strikte Dominanz, andere wünschen sich spielerische Führung, liebevolle Autorität oder ritualisierte Abläufe. Es gibt submissives, die nur in Sessions submissiv sind, und solche, die in langfristigen D/s-Beziehungen leben und ihre Rolle dauerhaft ausüben.
Ein Sub trägt innerhalb der Dynamik eine besondere Verantwortung: Er muss Grenzen klar formulieren können, kommunizieren, wenn etwas nicht stimmt, und ehrlich über Bedürfnisse, Trigger und Belastungsgrenzen sprechen. Submissivität bedeutet nicht, keine Stimme zu haben – im Gegenteil. Gute Kommunikation ist essenziell, denn Dominanz kann nur funktionieren, wenn sie auf Zustimmung und Vertrauen basiert. Viele Missverständnisse entstehen, wenn Subs glauben, sie müssten „alles akzeptieren“. Submissivität ist nicht Passivität; sie ist eine aktive Form der Teilnahme.
Der psychologische Reiz von Submissivität hängt stark von individuellen Faktoren ab. Einige empfinden Hingabe als erotisch, andere als emotional reinigend oder entspannend. Manche konnen besser loslassen, wenn sie Struktur, klare Regeln oder feste Positionen haben. Andere suchen die intensiven Gefühle, die durch Machtgefälle entstehen – Anspannung, Erwartung, Fokus, Nähe, Verletzlichkeit. In einer gesunden D/s-Dynamik entsteht eine Wechselwirkung zwischen Dominanz und Submission, die beide Partner stärkt und erfüllt.
Der dominanten Person kommt in dieser Struktur viel Verantwortung zu. Sie muss den Sub verstehen, Grenzen erkennen und respektieren, seine Bedürfnisse berücksichtigen und ständige Rückversicherung bieten. Auch Aftercare ist entscheidend: Nach intensiven Szenen oder emotionalen Momenten braucht ein Sub Nähe, Sicherheit oder Ruhe, um die Erfahrung zu verarbeiten. Ein verantwortungsvoller Dom kennt diese Prozesse und begleitet sie aktiv.
Submissivität kann auf viele Weisen ausgelebt werden: körperliche Unterwerfung, verbale Kontrolle, Regeln des Alltags, Rituale, Stilmittel wie „Sir“ oder „Mistress“, Positionen, Tasks, oder Dienstleistungen. Manche Subs arbeiten mit Bestrafungs- und Belohnungssystemen, andere nicht. Manche finden Erfüllung in Demütigung, andere lehnen sie ab. Manche wollen geführt werden, manche in die Knie gebracht werden, manche einfach nur gehalten werden. Es gibt keine „richtige“ Art von Submissivität – jede Form ist gültig, solange sie einvernehmlich ist.
Submissivität kann auch fluid sein. Manche Menschen sind nur zeitweise submissiv, abhängig vom Partner oder der Situation. Andere leben Submission als grundlegenden Persönlichkeitsanteil. Manchmal entwickelt sich submissive Identität mit der Zeit, manchmal bleibt sie konstant. Auch das Verhältnis zu Dominanz kann sich wandeln – nicht wenige Subs entdecken später eine Switch-Seite.
In der BDSM-Welt wird submissive nicht als abwertender Begriff verwendet. Ein Sub ist nicht weniger wert als ein Dom, sondern übernimmt eine ebenso wichtige Rolle im gemeinsamen Machtspiel. Die Dynamik funktioniert nur, wenn beide Partner kompetent, verantwortungsvoll und engagiert sind. Ein guter Sub ist reflektiert, kommunikationsfähig, stabil in seinen Entscheidungen und offen für emotionale Tiefe.
Zusammengefasst: Ein submissive im BDSM ist jemand, der bewusst und einvernehmlich Macht abgibt, um Führung, Struktur, Hingabe, Nähe oder Intensität zu erleben. Submission ist ein aktiver, selbstbestimmter, vielfältiger Prozess und bildet das Herzstück vieler BDSM-Beziehungen.
Konsens
Die submissive Rolle wird freiwillig und auf Grundlage von gegenseitigem Einverständnis eingenommen.
SSC (Safe, Sane, Consensual) oder RACK (Risk Aware Consensual Kink)
Die Sicherheit der Beteiligten steht an erster Stelle.
Selbstverantwortung
Der Sub trägt die Verantwortung für die Kommunikation seiner Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen.
Emotionale Abhängigkeit
Eine intensive D/S-Dynamik kann emotionale Abhängigkeiten schaffen.
Grenzüberschreitungen
Wenn die Bedürfnisse oder Grenzen des Subs nicht respektiert werden, kann dies physische oder psychische Folgen haben.
Nachwirkungen
Manche Szenen können emotionale oder körperliche Nachwirkungen auslösen, z. B. Erschöpfung oder Nachdenklichkeit.
Safeword: Ein Signal, um die Szene jederzeit zu unterbrechen.
Fesseln oder Halsbänder: Als symbolische oder praktische Elemente der Unterwerfung.
Schlagwerkzeuge: Z. B. Paddles oder Peitschen, je nach vereinbarter Intensität.
Eignung
Vorbereitung
Aftercare
Empfohlene Literatur:
Der Begriff „submissive“ stammt aus dem Englischen und leitet sich vom lateinischen „submittere“ ab, was „unterwerfen“, „hinabsenden“ oder „sich hingeben“ bedeutet. In seiner modernen Form tauchte der Begriff verstärkt im frühen 20. Jahrhundert auf, als psychologische Modelle von Macht und Kontrolle analysiert wurden. Mit dem Aufkommen der BDSM-Subkultur in den 1950er- und 1960er-Jahren gewann der Begriff an greifbarer Bedeutung: Er wurde genutzt, um Rollen innerhalb von Lederszenen, Gay-Communities und später heterosexuellen D/s-Beziehungen klar zu definieren.
In den 1980er- und 1990er-Jahren, als BDSM zunehmend sichtbarer wurde, etablierte sich „submissive“ international als neutrale, respektvolle Rollenbezeichnung. Workshops, Literatur und Online-Communities trugen dazu bei, den Begriff zu entstigmatisieren und klar abzugrenzen von negativen gesellschaftlichen Vorstellungen. Heute ist „submissive“ eine weltweit anerkannte Bezeichnung, die von Einzelpersonen, Gruppen und der gesamten BDSM-Community genutzt wird, um einvernehmliche Machtabgabe und Hingabe zu beschreiben.
Die Hingabe des Subs erfolgt freiwillig und einvernehmlich und kann sowohl körperlich als auch emotional oder psychologisch sein. Subs können diese Rolle nur während spezifischer Szenen einnehmen oder sie auch in längeren oder dauerhaften D/S-Beziehungen (Dominance and Submission) leben.
Der Reiz für Submissives liegt häufig in der Erfüllung durch Kontrolle, Gehorsam und Hingabe, die in Form von Disziplinierung, Unterwerfung oder speziellen Diensten ausgedrückt werden kann.
Die submissive Rolle hat eine lange Tradition in der Geschichte der Erotik und Sexualität. Bereits im Werk „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch oder in „Die Geschichte der O“ wurde die Idee der sexuellen Unterwerfung literarisch dargestellt. Im heutigen BDSM ist die submissive Rolle ein zentrales Element vieler dynamischer Beziehungen.
Arten von Submissives
Typische Elemente der Sub-Rolle
Typische Praktiken für Subs
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