TOP

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DEFINITION

Der Begriff Top bezeichnet im BDSM eine Person, die während einer Szene die aktive oder dominante Rolle übernimmt und die Kontrolle über bestimmte Handlungen oder Praktiken ausübt.

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PRINZIPIEN

Führen mit Verantwortung

Der Top ist für die sichere und konsensuelle Durchführung der Szene verantwortlich.

 

Konsens

Vor der Szene müssen alle Handlungen und Grenzen mit dem Bottom abgesprochen werden.

 

Emotionale Intelligenz

Ein Top muss in der Lage sein, die körperlichen und emotionalen Reaktionen des Bottoms zu erkennen und darauf zu reagieren.

 

Nachsorge

Die Verantwortung des Tops endet nicht mit der Szene, sondern umfasst auch die Aftercare, um sicherzustellen, dass der Bottom sich emotional und körperlich wohlfühlt.

RISIKEN

Ein Top trägt eine große Verantwortung für das Wohlbefinden des Bottoms. Risiken ergeben sich aus:

  • Unzureichender Kommunikation: Fehlende Absprache kann dazu führen, dass Grenzen überschritten werden.
  • Fehlende Erfahrung: Ungeübte Tops sollten sich über Techniken und mögliche Risiken der jeweiligen Praktik informieren.
  • Überforderung: Emotionale oder körperliche Überforderung kann auftreten, wenn die Reaktionen des Bottoms nicht richtig eingeschätzt werden.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

Die benötigte Ausrüstung hängt von der spezifischen Szene ab, z. B.:

  • Für Impact Play: Peitschen, Paddles oder Flogger
  • Für Bondage: Seile, Handschellen oder Gurte
  • Für Sensory Play: Augenbinden, Eiswürfel, warme Wachskerzen

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ANWENDUNGS INFORMATION

Eignung

Die Rolle des Tops kann von jedem übernommen werden, der sich der Verantwortung bewusst ist. Sie eignet sich für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen, allerdings sollten Anfänger sich zunächst mit weniger riskanten Praktiken vertraut machen.

 

Vorbereitung

  • Klärung der Grenzen, Wünsche und Safe Words des Bottoms
  • Erlernen der korrekten Techniken der jeweiligen Praktik
  • Bereitstellung von Erste-Hilfe-Maßnahmen, falls nötig

 

Aftercare

Ein wesentlicher Bestandteil der Verantwortung des Tops ist die Aftercare. Sie dient dazu, den Bottom nach der Szene emotional und körperlich zu beruhigen. Dazu können gehören:

  • Gespräche über das Erlebnis
  • Körperliche Nähe (z. B. Umarmungen, Kuscheln)
  • Versorgung eventueller körperlicher Verletzungen

 

Ein Top muss sich stets der Verantwortung bewusst sein, sicher, einvernehmlich und respektvoll zu handeln. Offenheit für Feedback und eine kontinuierliche Kommunikation sind essenziell, um eine sichere und erfüllende BDSM-Erfahrung zu gewährleisten.

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • Dossie Easton & Janet Hardy: The New Topping Book
  • Jay Wiseman: SM 101: A Realistic Introduction

URSPRUNG

Ein Top ist nicht zwangsläufig mit einer langfristigen dominanten Rolle (wie einem Dominant oder Dom) gleichzusetzen, sondern beschreibt eher die Rolle innerhalb einer spezifischen BDSM-Interaktion. Der Top führt die Handlungen aus, während der Bottom diese empfängt. Die Aufgaben des Tops können je nach Szene variieren und reichen von der Führung bei Impact Play (z. B. Schläge oder Fesselungen) bis hin zur emotionalen oder psychologischen Kontrolle.

Der Begriff Top wurde innerhalb der BDSM- und Kink-Community geprägt, um eine neutrale Bezeichnung für die aktive Person in einer Szene zu bieten, unabhängig von langfristigen Machtstrukturen oder Beziehungsdynamiken. Er wurde populär in den 1980er Jahren und wird seither häufig verwendet, um spezifische Rollen während einer BDSM-Interaktion zu definieren.

 

Unterschied zu Dom/Dominant

Ein Top ist nicht zwingend eine dominante Person. Beispielsweise kann jemand, der normalerweise submissiv ist, für eine bestimmte Szene als Top agieren. Im Gegensatz dazu beschreibt Dom oder Dominant eine langfristige, machtausübende Rolle innerhalb einer BDSM-Dynamik.

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