BLACKBOX

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DEFINITION

Im BDSM-Kontext bezeichnet die Blackbox ein Konzept oder eine physische Umgebung, in der sensorische Deprivation, Isolation oder psychologische Kontrolle eine zentrale Rolle spielen.

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PRINZIPIEN

Sicherheit und Kontrolle

Die dominante Person muss die gesamte Zeit über die Kontrolle behalten und auf die körperlichen sowie psychischen Reaktionen der submissiven Person achten.

 

Einvernehmlichkeit

Die Praktik muss vorher ausführlich besprochen werden, insbesondere hinsichtlich der Dauer und möglicher Abbruchsignale.

 

Nachsorge

Nach intensiven Blackbox-Sessions ist eine gute Aftercare unerlässlich.

RISIKEN

Physische Risiken

Atemprobleme, Überhitzung oder Kreislaufprobleme, wenn die Umgebung nicht richtig kontrolliert wird.

 

Psychische Risiken

Panikattacken, Angstzustände oder Flashbacks bei Menschen mit Traumata oder Ängsten.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

Ein abgedunkelter oder schallisolierter Raum, ein Käfig oder eine Kiste.

Optional: Augenbinden, Kopfhörer, Mundknebel oder Seile zur Fixierung.

Sicherheitsausrüstung: Erste-Hilfe-Set und Zugang zu Wasser und frischer Luft.

AUSRÜSTUNG KAUFEN

ANWENDUNGS INFORMATION

Typische Anwendung

  • Die submissive Person wird in einen dunklen, schalldichten oder engen Raum oder eine Kiste gebracht.
  • Häufig werden weitere Elemente der sensorischen Deprivation hinzugefügt, wie Augenbinden, Kopfhörer oder Ohrstöpsel.
  • Die dominante Person kontrolliert den Zugang zur Außenwelt und die Dauer der Isolation.

 

Varianten

  • Physische Blackbox: Ein realer Raum, Schrank, eine Kiste oder ein Käfig.
  • Mentale Blackbox: Ein Szenario, bei dem die Isolation und Kontrolle durch psychologische Techniken (z. B. Angst oder Unwissenheit über den Zeitverlauf) verstärkt werden.

 

Eignung

  • Für fortgeschrittene BDSM-Spieler, die Erfahrung mit sensorischer Deprivation und psychologischer Kontrolle haben.
  • Für Anfänger nur in sanfter Form (z. B. mit kurzer Dauer und minimaler Isolation) geeignet.

 

Vorbereitung

  • Vorab ausführliche Kommunikation über die Grenzen, Wünsche und potenziellen Ängste der submissiven Person.
  • Sicherstellung, dass die Umgebung sicher ist und kein physisches Risiko besteht.
  • Festlegung eines Abbruchsignals (Safe Word oder physisches Signal).

 

Aftercare

  • Nach der Session sollte die submissive Person beruhigt und emotional unterstützt werden.
  • Körperliche Kontrolle auf Anzeichen von Stress oder Erschöpfung.
  • Gespräche, um die Erfahrung zu reflektieren und eventuelle Anpassungen für zukünftige Szenarien vorzunehmen.

 

Präventionsmaßnahmen

  • Vorab eine klare Absprache über Grenzen und Safe Words (oder nonverbale Abbruchsignale, z. B. Klopfen).
  • Regelmäßige Kontrolle durch die dominante Person (z. B. durch verbale Check-ins).
  • Die Blackbox-Situation sollte nicht zu lange andauern, insbesondere bei Neulingen.

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • „Das SM-Handbuch“ von Matthias T. J. Grimme (Kapitel zu sensorischer Deprivation).
  • „The New Topping Book“ von Dossie Easton und Janet W. Hardy (Themen zu Macht und Kontrolle).

URSPRUNG

Das Konzept der Blackbox hat Parallelen zur sensorischen Deprivation, wie sie in Meditation, Therapie oder experimentellen Kontexten verwendet wird. In der BDSM-Szene wurde es jedoch für Machtspiele und psychologische Dominanz weiterentwickelt.

Der Begriff wird oft verwendet, um Szenarien zu beschreiben, bei denen eine Person (meist die submissive) in völliger Dunkelheit oder in einem abgeschlossenen Raum gehalten wird. Die Erfahrung dient dazu, das Empfinden von Kontrolle und Unterwerfung zu intensivieren und kann von sanften bis extremen Varianten reichen.

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