BLIND DATE

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DEFINITION

Ein Blind Date im BDSM-Kontext beschreibt ein Treffen zwischen zwei oder mehreren Personen, die sich vorab nicht oder nur minimal kennen.

Auf der Suche nach gleichgesinnten oder weiterführenden Austausch?

PRINZIPIEN

Konsens und Kommunikation

Trotz des Überraschungselements muss vorab über Grenzen, Tabus und Wünsche gesprochen werden.

 

Sicherheitsvorkehrungen

Da sich die Beteiligten möglicherweise nicht gut kennen, sind Sicherheitsmaßnahmen wie Treffpunkte an öffentlichen Orten oder Safe Calls besonders wichtig.

 

Flexibilität

Es ist wichtig, dass beide Seiten bereit sind, das Treffen jederzeit abzubrechen, falls Unwohlsein auftritt.

RISIKEN

Mangelndes Vertrauen

Da die Beteiligten sich nicht kennen, besteht ein Risiko, dass Erwartungen nicht erfüllt werden oder Unsicherheiten entstehen.

 

Gefahr von Übergriffen

Insbesondere bei Treffen mit unbekannten Personen muss auf Sicherheitsvorkehrungen geachtet werden.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

Keine spezielle Ausrüstung nötig.

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ANWENDUNGS INFORMATION

Typische Varianten

  • Klassisches Blind Date: Persönliches Treffen, bei dem die Rollen und Dynamiken im Voraus nur grob festgelegt werden.
  • Rollenspiel-Blind Date: Die Beteiligten treten direkt in vorab festgelegte Rollen (z. B. Dom/Sub) ein, ohne sich im Alltagskontext kennenzulernen.
  • Online Blind Date: Das erste Treffen findet virtuell statt, z. B. über Video- oder Textchats, bevor man sich persönlich trifft.

 

Eignung

  • Geeignet für experimentierfreudige Personen, die neue BDSM-Kontakte knüpfen möchten.
  • Kann für Anfänger und Fortgeschrittene interessant sein, erfordert jedoch eine gute Vorbereitung.

 

Vorbereitung

  • Klärung der Erwartungen und Grenzen über Text- oder Telefonkommunikation.
  • Vereinbarung eines Treffpunkts und Zeitplans.
  • Austausch von Safe Words oder Signalen, falls das Treffen BDSM-Praktiken beinhaltet.

 

Aftercare

  • Unabhängig vom Verlauf des Treffens sollte ein Aftercare-Gespräch geführt werden, um Emotionen zu verarbeiten und Feedback auszutauschen.
  • Bei intensiven oder negativen Erfahrungen sollte nach Bedarf eine vertraute Person hinzugezogen werden.

 

Präventionsmaßnahmen

  • Vorab ausreichend Informationen austauschen (z. B. über Erfahrungen, Vorlieben, Tabus).
  • Ein Safe Call mit einer Vertrauensperson einrichten. Diese sollte wissen, wo das Treffen stattfindet und zu welchem Zeitpunkt die Kontaktaufnahme erfolgen soll.
  • Treffen an öffentlichen Orten starten, bevor private Räumlichkeiten genutzt werden.

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • „The New Topping Book“ von Dossie Easton und Janet W. Hardy (Kapitel zur Kommunikation beim Kennenlernen)

URSPRUNG

Das Konzept des Blind Dates stammt aus der allgemeinen Dating-Kultur, ist jedoch durch BDSM-Communities um spezifische Sicherheits- und Kommunikationsmechanismen erweitert worden. Solche Treffen werden häufig auf Plattformen oder in Communities wie FetLife organisiert.

Solche Treffen können für neue Kontakte, potenzielle BDSM-Partner oder spezielle Rollenspiele organisiert werden. Es ist eine besondere Variante des Kennenlernens, die oft zusätzliche Spannung mit sich bringt, da die Beteiligten sich möglicherweise erst während des Treffens in ihre BDSM-Rollen begeben.

Im Unterschied zu herkömmlichen Blind Dates wird im BDSM-Bereich meist bereits im Vorfeld über grundlegende Vorlieben, Grenzen und Sicherheitsaspekte gesprochen, um einvernehmliche und sichere Erfahrungen zu gewährleisten.

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