CANING

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DEFINITION

Caning ist eine BDSM-Praktik, bei der eine Person mit einem flexiblen Stock oder Rohr (meist aus Rattan, Bambus oder Kunststoff) gezielt geschlagen wird.

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PRINZIPIEN

Konsens

Wie bei allen BDSM-Praktiken ist klare Zustimmung unerlässlich. Beide Parteien sollten vorab die Grenzen, Intensität und Dauer der Session klären.

 

Sicherheit

Die dominante Person sollte Erfahrung im Umgang mit Canes haben und wissen, welche Körperstellen sicher sind.

 

Kommunikation

Während der Session können Safe Words oder nonverbale Signale verwendet werden, um das Spiel zu unterbrechen oder anzupassen.

RISIKEN

Hautverletzungen

Harte Schläge können die Haut aufreißen oder Striemen hinterlassen.

 

Tiefe Blutergüsse

Bei intensiver Anwendung können Gewebeschäden entstehen, die längere Heilung erfordern.

 

Emotionale Überforderung

Die Kombination aus Schmerz und Erniedrigung kann zu emotionalen Reaktionen führen.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

  • Cane (typischerweise aus Rattan, Bambus, Fiberglas oder Kunststoff)
  • Weiche Unterlage oder Möbelstück (z. B. Bondagebank) zur Fixierung der Sub
  • Desinfektionsmittel und Wundpflegeprodukte zur Nachbehandlung
  • Sicherheitswerkzeuge wie eine Schere oder ein Messer (bei Fixierungen)

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ANWENDUNGS INFORMATION

Typische Varianten

  • Leichtes Caning: Sanfte, oberflächliche Schläge, die Rötungen, aber keine tiefen Striemen verursachen.
  • Intensives Caning: Härtere Schläge, die tiefe Striemen, Blutergüsse oder sogar kleine Risse in der Haut verursachen können.
  • Disziplinierungs-Caning: Wird oft in Bestrafungsszenarien oder Machtspielen verwendet, bei denen die Schläge symbolische Bedeutung haben.
  • Ritualisiertes Caning: In Kombination mit festen Regeln oder Ritualen, z. B. mit vorher vereinbarten Positionen oder Zählungen der Schläge.

 

Typische Schlagbereiche

  • Das Gesäß ist die häufigste und sicherste Stelle für Caning.
  • Die Oberschenkel und die Rückseite der Beine können ebenfalls gezielt geschlagen werden.
  • Empfindliche oder gefährliche Zonen wie Nieren, Rücken oder Gelenke sollten vermieden werden.

 

Eignung

  • Für Anfänger geeignet, wenn sanfte Schläge mit einer leichten Cane verwendet werden.
  • Fortgeschrittene können härtere Schläge und komplexe Szenarien ausprobieren, z. B. Disziplinierung oder Bestrafung.

 

Vorbereitung

  • Klärung der individuellen Schmerzgrenzen und der bevorzugten Körperbereiche.
  • Vereinbarung eines Safe Words oder eines nonverbalen Signals.
  • Sicherstellen, dass die Cane in gutem Zustand ist (keine Splitter oder scharfen Kanten).

 

Aftercare

  • Kühlen der geschlagenen Stellen mit Kühlpads oder kalten Kompressen.
  • Auftragen einer beruhigenden Creme oder Salbe zur Heilung von Striemen oder Blutergüssen.
  • Emotionale Nachsorge, insbesondere nach intensiven oder erniedrigenden Szenarien.

 

Präventionsmaßnahmen

  • Aufwärmende Schläge am Anfang der Session, um die Haut auf die intensivere Belastung vorzubereiten.
  • Regelmäßige Überprüfung der Haut während der Session, um Überlastung oder Schäden zu vermeiden.
  • Verwendung von medizinischen Produkten wie Desinfektionsmitteln, um eventuelle Hautrisse zu behandeln.

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • „Das SM-Handbuch“ von Matthias T. J. Grimme
  • „SM 101: A Realistic Introduction“ von Jay Wiseman

URSPRUNG

Caning hat seinen Ursprung in Disziplinarmaßnahmen aus der britischen Schultradition des 19. Jahrhunderts, wo Rohrstöcke zur Bestrafung eingesetzt wurden. Im BDSM-Kontext wurde diese Praktik adaptiert, um gezielte, kontrollierte Schmerzreize und erotische Disziplinierung zu erzeugen.

Die Schläge können leichte Rötungen bis hin zu intensiven Striemen oder Blutergüssen verursachen und sind sowohl für ihre körperliche als auch emotionale Wirkung bekannt. Caning wird häufig als Teil von Machtspielen, Bestrafungsszenarien oder zur Erzeugung von Lustschmerz eingesetzt.

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