CYBERSEX

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DEFINITION

Cybersex, oft als C6 abgekürzt, bezeichnet sexuelle Interaktionen über digitale Kommunikationswege wie Text, Audio oder Video.

Auf der Suche nach gleichgesinnten oder weiterführenden Austausch?

PRINZIPIEN

Einvernehmlichkeit & Kommunikation

Klare Absprachen über Erwartungen, Grenzen und Fantasien.

 

SSC/RACK

Auch online gilt das Prinzip der informierten Zustimmung.

 

Diskretion & Datenschutz

Persönliche Informationen sollten geschützt und nicht leichtfertig preisgegeben werden.

 

Authentizität vs. Rollenspiel

Viele Praktizierende unterscheiden zwischen realen Emotionen und reinem Fantasy-Play.

RISIKEN

Digitale Sicherheit & Datenschutz

  • Anonymität wahren: Nutzung von Pseudonymen und sicheren Plattformen.
  • Datenschutz beachten: Keine intimen Bilder oder Videos an unsichere Personen senden.
  • Plattformwahl: Sichere, verschlüsselte Dienste nutzen (z. B. Signal, Telegram für Text, sichere Webcams).
  • Erpressung & Scamming: Vorsicht vor Catfishing oder finanziellen Betrugsmaschen (z. B. „Sextortion“).
  • Identitätsbetrug: Menschen können sich online als jemand anderes ausgeben.
  • Datenmissbrauch: Chats, Bilder oder Videos können gespeichert und ohne Zustimmung weiterverbreitet werden.

 

Emotionale Risiken

  • Bindungsdynamiken: Cybersex kann emotionale Bindungen vertiefen oder falsche Erwartungen wecken.
  • Unterschiedliche Erwartungen: Missverständnisse über die Ernsthaftigkeit der Interaktion sind möglich.
  • Suchtgefahr: Exzessiver Cybersex kann zu Realitätsflucht oder Isolation führen.
  • Emotionale Bindung: Cybersex kann starke Gefühle auslösen, die nicht immer erwidert werden.
  • Psychologische Auswirkungen: Eine intensive Online-Dynamik kann realen Beziehungen schaden oder emotionale Abhängigkeit erzeugen.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

  • Sichere Messenger & Videochat-Apps (Signal, Jitsi, Telegram, Discord, Zoom).
  • Sexspielzeuge mit Fernsteuerung (Lovense, Kiiroo, We-Vibe).
  • Gute Kamera & Mikrofon für bessere Interaktion.
  • VPN & verschlüsselte Verbindungen für Schutz der Privatsphäre.
  • Sichere Passwörter und Anonymitätstools zum Schutz der Identität

AUSRÜSTUNG KAUFEN

ANWENDUNGS INFORMATION

Formen von Cybersex

  • Textbasierter Cybersex: Sexting via Messenger, E-Mail oder Chatrooms.
  • Audiovisueller Cybersex: Telefonsex, Webcam-Sex über Plattformen wie Skype, Zoom oder OnlyFans.
  • VR- und AR-Sex: Nutzung von Virtual-Reality-Technologien für immersivere Erlebnisse.
  • Teledildonics: Geräte, die aus der Ferne gesteuert werden (z. B. Lovense, Kiiroo).
  • Online-BDSM: Dominanz- und Unterwerfungsspiele über digitale Plattformen.

 

Dauer/Intensität

  • Kurzfristige Chats oder einmalige Sessions: Ideal für gelegentliche Fantasien.
  • Langfristige Online-D/s-Beziehungen: Erfordert klare Regeln und emotionale Verantwortung.

 

Eignung

  • Für Anfänger geeignet, da kein physisches Risiko besteht.
  • Für Fortgeschrittene, die ihre BDSM-Dynamik virtuell erweitern möchten.

 

Vorbereitung

  • Grenzen und Erwartungen klären: Welche Themen sind erlaubt? Wie intensiv soll das Rollenspiel sein?
  • Sichere Kommunikationswege nutzen: Pseudonyme oder verschlüsselte Chats schützen die Privatsphäre.
  • Emotionale Distanz wahren: Online-Interaktionen können sich real anfühlen, sollten aber bewusst reflektiert werden.

 

Aftercare

  • Nachbesprechung der Session: Reflexion über Gefühle & Erlebnisse.
  • Emotionale Betreuung: Falls intensive Emotionen entstanden sind, hilft ein Gespräch mit einer Vertrauensperson.
  • Abstand, wenn nötig: Bei starker Bindung oder negativen Gefühlen kann eine Pause sinnvoll sein.

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • The New Digital Sexuality – Paul G. Nixon & Isabel K. Düsterhöft
  • Love in the Age of the Internet – Linda C. Young
  • The Ethical Slut - Dossie Easton & Janet Hardy (Kapitel zu Online-Beziehungen)
  • More than Two - Franklin Veaux & Eve Rickert

URSPRUNG

Cybersex existiert seit den frühen Tagen des Internets und wurde mit der Verbreitung von Online-Chatrooms in den 1990er Jahren populär. Im BDSM-Umfeld hat sich C6 als Möglichkeit etabliert, um Machtgefälle (z. B. Dom/Sub-Dynamiken) oder Fetische in einer virtuellen Umgebung auszuleben.

Im BDSM kann Cybersex dazu genutzt werden, um Machtverhältnisse, Fetische oder Rollenspiele online auszuleben, ohne physischen Kontakt zu haben. Dabei können verschiedene Kommunikationsplattformen wie Messenger, Chats, Videoanrufe oder spezialisierte BDSM-Foren genutzt werden.

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