DEVIANT

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DEFINITION

Der Begriff Deviant stammt aus dem Englischen und bedeutet „abweichend“ oder „untypisch“. Im BDSM- und Fetischbereich beschreibt er Personen, Vorlieben oder Praktiken, die von gesellschaftlichen Normen abweichen.

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PRINZIPIEN

Einvernehmlichkeit

„Abweichend“ bedeutet nicht zwangsläufig gefährlich oder grenzüberschreitend – SSC (Safe, Sane, Consensual) oder RACK (Risk-Aware Consensual Kink) sind zentrale Leitprinzipien.

 

Selbstbestimmung

Viele BDSM-Praktizierende definieren sich bewusst als deviant, um ihre Identität abseits gesellschaftlicher Normen zu leben.

 

Akzeptanz

Die BDSM-Community fördert eine offene Haltung gegenüber verschiedenen Formen von Lust und Begehren.

RISIKEN

Gesellschaftliche Stigmatisierung

Auch heute wird Deviance in konservativen Kreisen als negativ empfunden.

 

Selbstzweifel oder innere Konflikte

Manche Menschen haben Schwierigkeiten, sich mit ihrer „abweichenden“ Sexualität zu identifizieren.

 

Grenzenlose Interpretation

Deviant ist ein sehr weiter Begriff – nicht alles, was „abweicht“, ist auch sicher oder ethisch korrekt.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

Keine spezielle Ausrüstung nötig.

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ANWENDUNGS INFORMATION

Mögliche Bedeutungen im BDSM- und Fetischkontext

  • Selbstbeschreibung für nicht-konventionelle Sexualität („Ich bin deviant, weil ich BDSM auslebe“).
  • Oberbegriff für verschiedene Kinks (z. B. Fetische, Dominanz/Submission, Schmerzlust).
  • Provokatives Label als bewusste Abgrenzung von Mainstream-Sexualität.

 

Eignung

  • Für alle, die sich als nicht-konventionell sehen: Der Begriff deviant kann eine selbstbewusste Identifikation sein.
  • Für BDSM-Praktizierende: Wer bewusst von gesellschaftlichen Normen abweicht, kann den Begriff positiv für sich nutzen.
  • Nicht geeignet für: Menschen, die Wert auf soziale Anpassung legen oder sich durch das Label unwohl fühlen.

 

Vorbereitung & Reflexion

  • Auseinandersetzung mit dem eigenen Kink: Warum empfindet man sich als „deviant“?
  • Kommunikation mit Gleichgesinnten: Austausch in der Community kann helfen, Selbstakzeptanz zu fördern.

 

Aftercare & Community-Unterstützung

  • Selbstakzeptanz stärken: Falls Unsicherheiten bestehen, können Gespräche mit BDSM-freundlichen Therapeuten oder Gruppen hilfreich sein.
  • BDSM-Community nutzen: Plattformen wie FetLife oder BDSM-Foren bieten Unterstützung und Vernetzung.

LITERATUR

Empfohlene Literatur

  • Different Loving – Gloria Brame (über „abweichende“ Sexualität und ihre Vielfalt)
  • The Ethical Slut – Dossie Easton & Janet Hardy (über alternative Beziehungsmodelle und Sexualität)

URSPRUNG

Ursprünglich wurde Deviance in der Soziologie als Abweichung von gesellschaftlichen Normen definiert.

In den 1950er- bis 1970er-Jahren wurde BDSM und Fetischismus oft als „sexuelle Abweichung“ (sexual deviance) betrachtet.

Heute wird der Begriff von vielen BDSM-Praktizierenden positiv umgedeutet und als selbstbewusste Beschreibung genutzt.

Während „deviant“ in einem allgemeinen Kontext oft negativ konnotiert ist, wird der Begriff in der BDSM-Community häufig als Selbstbeschreibung verwendet – als Ausdruck von Individualität und nicht-konventioneller Sexualität.

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