BEWERBUNG

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DEFINITION

Die Bewerbung im BDSM-Kontext bezieht sich oft auf formelle oder informelle Prozesse, bei denen sich submissive Personen um eine Position oder Rolle in einer BDSM-Dynamik, wie z. B. als Submissive (Sub) oder Slave, „bewerben“.

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PRINZIPIEN

Konsens und Transparenz

Beide Seiten müssen sich der gegenseitigen Erwartungen, Wünsche und Grenzen bewusst sein.

 

Ehrlichkeit

Die bewerbende Person sollte offen über ihre Erfahrungen, Wünsche und Grenzen sprechen.

 

Verbindlichkeit

Eine Bewerbung signalisiert in der Regel ernsthaftes Interesse an einer langfristigen Dynamik.

RISIKEN

Emotionale Verletzungen: Wenn Erwartungen oder Wünsche nicht richtig kommuniziert werden, kann dies zu Missverständnissen oder emotionaler Überforderung führen.

Machtmissbrauch: In asymmetrischen Machtverhältnissen besteht das Risiko, dass Bewerbungen zu einseitigen Abhängigkeiten führen, wenn nicht klar auf Konsens und Fairness geachtet wird.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

Keine spezielle Ausrüstung nötig.

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ANWENDUNGS INFORMATION

Typische Inhalte einer BDSM-Bewerbung

  • Persönliche Vorstellung (Erfahrungen, Vorlieben, Grenzen)
  • Erwartete Rolle (z. B. Sub, Slave, Pet)
  • Definition von Hard und Soft Limits
  • Bereitschaft zur Erfüllung bestimmter Aufgaben oder Verpflichtungen
  • Vorstellungen zur Dauer der Dynamik und zur Aftercare

 

Eignung

  • Besonders in langfristigen BDSM-Dynamiken sinnvoll, z. B. bei Master/Slave-Beziehungen oder bei Gruppen, die feste Regeln haben.
  • Auch für Dom/Sub-Dynamiken geeignet, wenn klare Regeln und Rollen vereinbart werden sollen.

 

Vorbereitung

  • Die submissive Person sollte sich ihrer eigenen Wünsche, Grenzen und Erfahrungen bewusst sein und diese klar kommunizieren können.
  • Die dominante Person sollte ihre Erwartungen, Regeln und Grenzen offenlegen.

 

Aftercare (metaphorisch)

  • Nach der „Bewerbungsphase“ sollten regelmäßige Gespräche stattfinden, um sicherzustellen, dass sich beide Parteien mit der Dynamik wohlfühlen.

 

Präventionsmaßnahmen

  • Vorabgespräche und offene Kommunikation über Bedürfnisse und Grenzen.
  • Einbettung der Bewerbung in die Prinzipien SSC oder RACK, um sicherzustellen, dass der Prozess sicher und respektvoll bleibt.
  • Gegebenenfalls Einholen von Referenzen in BDSM-Communities, wenn es sich um unbekannte Partner handelt.

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • „The Master’s Manual“ von Jack Rinella (besonders hilfreich für Master/Slave-Dynamiken).
  • „Das SM-Handbuch“ von Matthias T. J. Grimme.

URSPRUNG

Das Konzept der Bewerbung stammt aus traditionellen BDSM-Strukturen, insbesondere aus der Leder-Community, wo submissive Personen oft bestimmte Anforderungen erfüllen mussten, um Teil einer festen Gruppe oder Partnerschaft zu werden. In Master/Slave-Verhältnissen wurde dies durch formelle Verträge oder Rituale ergänzt.

Dies ist besonders in strukturierten Machtverhältnissen (z. B. Master/Slave-Beziehungen) oder in festen BDSM-Gruppen und Communities verbreitet. Die Bewerbung kann Gespräche, schriftliche Vereinbarungen oder sogar spezielle Rituale beinhalten.

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