CAREGIVER

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DEFINITION

Caregiver bezeichnet in BDSM- und CGl- (Caregiver/little)-Beziehungen die dominante, fürsorgliche Rolle. Ein Caregiver übernimmt die Verantwortung für das emotionale und oft auch physische Wohlbefinden eines „Littles“ (oder auch Middle, Babyboy/girl etc.). Dabei steht nicht Macht oder Kontrolle im Vordergrund wie bei klassischen Dom/Sub-Dynamiken, sondern Fürsorge, Struktur und emotionale Sicherheit.

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PRINZIPIEN

  • SSC (Safe, Sane, Consensual)
  • RACK (Risk Aware Consensual Kink)
  • TPE (Total Power Exchange) kann vorkommen, ist aber nicht zwingend
  • Klare Kommunikation und Einvernehmlichkeit sind essenziell

RISIKEN

Emotionales Ungleichgewicht

Wenn die Caregiver-Rolle zu einseitig wird, kann es zur Erschöpfung oder emotionaler Abhängigkeit kommen.

Missbrauch von Vertrauen

Da Littles oft in einem besonders verletzlichen Zustand agieren, ist Missbrauch der Caregiver-Macht besonders gefährlich.

Unklare Grenzen

Ohne klare Absprachen kann es zu Rollenkonflikten kommen.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

Nicht zwingend notwendig, aber häufig genutzte Hilfsmittel:

  • Kuscheltiere, Decken, Kinderbücher
  • Tagespläne, Aufgabenlisten
  • Belohnungssysteme (Sticker, Lob, kleine Geschenke)
  • Kommunikationsmittel wie Journale oder „Gefühlsampeln“

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ANWENDUNGS INFORMATION

Dauer/Intensität

Die Caregiver-Rolle kann situativ (z. B. während einer Session) oder dauerhaft (als Teil einer 24/7-Dynamik) übernommen werden. Die Intensität richtet sich nach den Bedürfnissen des Littles und den Möglichkeiten des Caregivers.

Eignung

  • Für Personen mit einem ausgeprägten Fürsorgeinstinkt
  • Für Menschen, die emotionale Bindung und Verantwortung schätzen
  • Auch für Anfänger geeignet, sofern klare Kommunikation gegeben ist

Vorbereitung

  • Klärung der gewünschten Rollenverteilung
  • Verständnis für die emotionale Tiefe der Beziehung
  • Festlegung von Regeln, Ritualen und Notfallmechanismen
  • Grenzen und Trigger des Littles kennenlernen

Aftercare

  • Intensive emotionale Zuwendung
  • Physische Nähe (z. B. Kuscheln, Decke, Lieblingsgetränk)
  • Gemeinsame Reflexion über erlebte Situationen
  • Stabilisierung nach regressiven Phasen

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • "The Loving Dominant" von John Warren (auch für Caregiver empfehlenswert)
  • "Daddy Morebucks – A CGl Guide" von L.M. Pierce
  • Diverse Online-Guides zu CGl-Beziehungen (z. B. auf Reddit oder Tumblr)

URSPRUNG

Caregiver-Rolle ist besonders eng mit dem CGl-Bereich verbunden und wurde im Zuge der zunehmenden Differenzierung innerhalb der BDSM-Community populär. Inspiriert von Aspekten der Kindheitsfürsorge, aber ohne zwangsläufig sexuelle Konnotation, entwickelte sich daraus ein eigenständiger Beziehungstypus, der heute auch außerhalb von CGl praktiziert wird – z. B. im Bereich von emotionaler Dominanz oder psychologischer Sicherheit.

Caregiver-Rollen können sehr vielfältig sein – von einer fast elterlich anmutenden Betreuung über sanfte Führung bis hin zu festen Ritualen, Regeln und Belohnungssystemen.

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