DEPERSONALISIERUNG

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DEFINITION

Depersonalisation bezeichnet ein psychologisches Phänomen, bei dem eine Person sich von ihrem eigenen Körper oder ihrer Identität entfremdet fühlt.

Auf der Suche nach gleichgesinnten oder weiterführenden Austausch?

PRINZIPIEN

Einvernehmlichkeit & Absprache

Diese Form des Spiels kann psychologisch intensiv sein und erfordert klare Kommunikation.

 

Nachsorge (Aftercare)

Nach solchen Erfahrungen sollte es Möglichkeiten zur Re-Identifikation geben.

 

Sicherheit durch Safe Words

Falls die Erfahrung zu überwältigend wird, sollte eine Möglichkeit bestehen, sie zu beenden.

RISIKEN

Psychische Belastung

Zu starke Depersonalisation kann zu emotionaler Distanz oder Angst führen.

 

Trigger für frühere Traumata

Personen mit Dissoziationsneigung oder psychischer Vorgeschichte sollten vorsichtig sein.

 

Langfristige Auswirkungen

Regelmäßige intensive Depersonalisation kann das Selbstbild beeinflussen.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

  • Masken, Knebel oder Uniformen zur Identitätsveränderung
  • Fesseln oder Bewegungsrestriktionen zur Kontrolle
  • Rituale oder Regeln zur Verstärkung des Gefühls der Entfremdung

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ANWENDUNGS INFORMATION

Mögliche Formen im BDSM

  • Objektifizierung: Die submissive Person wird auf eine Funktion oder Rolle reduziert (z. B. Möbel, Haustier).
  • Namenlosigkeit: Das Verbot, den eigenen Namen zu benutzen, kann das Gefühl der Entfremdung verstärken.
  • Identitätsverlust: Tragen von Masken, Uniformen oder strengen Regeln zur Unterwerfung.
  • Extreme Kontrolle: Einschränkungen in Bewegung, Sprache oder Handlungsmöglichkeiten.

 

Dauer/Intensität

  • Kurzfristig: Szenen mit begrenzter Zeit und klares „Zurückkehren“ zur normalen Identität.
  • Langfristig: In 24/7-D/s-Beziehungen können Elemente von Depersonalisation in den Alltag integriert sein.

 

Eignung

  • Für Anfänger: Leichte Objektifizierungs-Szenarien oder das Spielen mit Rollen.
  • Für Fortgeschrittene: Intensivere Identitätsauflösung durch Maskierung oder extreme Kontrolle.
  • Nicht geeignet für: Personen mit psychischen Erkrankungen, die zu Dissoziationen neigen.

 

Vorbereitung

  • Detaillierte Kommunikation: Welche Grenzen gibt es? Wie tief soll die Erfahrung gehen?
  • Rückkehr zur Identität: Ein klares Ritual zur „Re-Identifikation“ nach der Szene.
  • Safe Words oder andere Zeichen: Besonders wichtig, wenn Sprache eingeschränkt ist.

 

Aftercare

  • Emotionale Unterstützung: Sanfte Berührungen, Gespräche und Re-Orientierung nach der Szene.
  • Re-Identifikation: Den Namen benutzen, sich ansehen, Alltagskleidung anziehen.
  • Selbstreflexion: War die Erfahrung positiv? Gab es negative Nachwirkungen?

 

Sicherheitshinweise

  • Nicht übertreiben! Zu lange Depersonalisation kann das Selbstbild beeinträchtigen.
  • Auf psychische Warnsignale achten. Dissoziation oder Angstgefühle ernst nehmen.
  • Immer eine Möglichkeit zum „Exit“ geben. Safe Words oder vorher vereinbarte Zeichen ermöglichen es, das Spiel jederzeit zu beenden.

LITERATUR

Empfohlene Literatur

  • Playing Well with Others – Lee Harrington & Mollena Williams (über sichere Rollenspiele)
  • Different Loving – Gloria Brame (detaillierte Analyse extremer BDSM-Praktiken)

URSPRUNG

Depersonalisation als psychologische Erfahrung ist in der klinischen Psychologie bekannt und kann Teil von Dissoziationsstörungen sein. Im BDSM-Bereich wird sie oft gezielt als erregendes Element in Rollen- oder Machtspielen genutzt, um Kontrolle abzugeben oder extreme Unterwerfung zu erleben.

Im BDSM-Kontext kann Depersonalisation bewusst als Teil von Macht- oder Kontrollspielen genutzt werden, insbesondere in Szenarien, die Identitätsverlust, Objektifizierung oder extreme Unterwerfung beinhalten.

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