DRAGKING

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DEFINITION

Dragking ist eine meist weiblich oder nicht-binär gelesene Person, die sich durch Kleidung, Make-up und Performance stilisiert maskulin präsentiert.

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PRINZIPIEN

  • Ausdruck von maskuliner oder androgyn performativer Identität
  • Subversion von Geschlechternormen
  • Kann humorvoll, erotisch, politisch oder ernsthaft sein
  • Häufig visuell und körperlich ausdrucksstark

RISIKEN

  • Marginalisierung oder Unsichtbarkeit, auch innerhalb der Drag- und BDSM-Community
  • Missverständnisse bei der Rezeption (z. B. Verwechslung von Drag mit Transidentität)
  • In BDSM: Fetischisierung oder unangemessene Projektion von Genderrollen ohne Konsens

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

  • Binder oder Brustkompression
  • Gesichtsbehaarung (künstlich oder geschminkt), Contouring
  • Männlich konnotierte Kleidung, eventuell Prothesen (z. B. Packer)
  • Accessoires wie Mützen, Anzüge, Stimmverzerrung (falls gewünscht)

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ANWENDUNGS INFORMATION

Dauer/Intensität

Dragking-Performances können temporär oder ritualisiert sein, etwa für einen Auftritt oder innerhalb einer Session. In BDSM hängt die Dauer von der Rollendynamik und dem gewünschten Setting ab.

 

Eignung

  • Für alle, die Lust haben, mit maskulinen Rollenbildern zu spielen oder diese zu performen
  • Besonders interessant für Menschen mit Interesse an Genderbending, Roleplay, Power Dynamics
  • Im BDSM kann Dragking-Inszenierung etwa mit Dominanz, Autorität oder „Service Top“-Rollen verbunden werden

 

Vorbereitung

  • Auseinandersetzung mit männlicher Körpersprache, Stimme und Kleidung
  • Techniken wie Binder-Nutzung, Bartstyling und Contouring erlernen
  • In BDSM-Szenen: Rollendynamik, Ansprache und Grenzen klar absprechen

 

Aftercare

  • Körperliche Entspannung, insbesondere bei Verwendung von Binder
  • Gespräch über Wirkung, Wahrnehmung und evtl. Reaktionen auf die Darstellung
  • Entschminken und bewusste Rückkehr in die Alltagsrolle können Teil des Aftercare-Rituals sein

 

Sicherheitshinweise

  • Binden sollte sicher und zeitlich begrenzt erfolgen (nicht länger als 8 Stunden am Stück)
  • In Rollenspielen auf Konsens achten, insbesondere bei der Darstellung von Machtausübung
  • Vorsicht bei Trigger-Themen wie Maskulinitätszwang oder Gender-Dysphorie

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • “Drag King Dreams” von Leslie Feinberg (Roman mit queerer Perspektive)
  • “The Drag King Book” von Del LaGrace Volcano & Judith Halberstam
  • Artikel über Dragking-Kultur in queeren Zines oder Blogs

URSPRUNG

Dragking-Kultur hat historische Wurzeln in der Travestie des 19. Jahrhunderts, etwa mit männlichen Bühnenrollen von Frauen im Varieté. Auch in der Butch/Femme-Kultur lesbischer Communities spielten maskuline Performances eine Rolle. Im Vergleich zu Dragqueens ist die Dragking-Szene weniger medial präsent, aber ebenso künstlerisch vielfältig – etwa im Kontext von queeren Theatern, Clubs oder alternativen BDSM-Events.

Dragkings verkörpern in ihrer Darstellung oft männlich konnotierte Attribute – sei es hypermaskulin, ironisch überzeichnet oder subtil androgyn. Wie Dragqueens sind auch Dragkings Teil der queeren Performancekultur. Innerhalb von BDSM kann Dragking-Performanz Teil von Gender Play, Roleplay oder Dominanz-Inszenierungen sein, ist jedoch nicht zwangsläufig mit BDSM verbunden.

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