DRAGQUEEN

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DEFINITION

Eine Dragqueen ist eine meist männlich gelesene Person, die sich durch auffällige Kleidung, Make-up und Performance stilisiert feminin präsentiert.

Auf der Suche nach gleichgesinnten oder weiterführenden Austausch?

PRINZIPIEN

  • Ausdruck von Identität, Kunst und/oder Parodie
  • Spiel mit Geschlechterrollen, Performativität und Ästhetik
  • Kein festgelegter Zusammenhang mit sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität

RISIKEN

  • In bestimmten Kontexten: Diskriminierung oder Missverständnisse
  • In BDSM-Szenen: Risiko von Fetischisierung oder mangelndem Konsens, wenn Drag nicht respektvoll behandelt wird

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

  • Make-up, Perücken, Kleider, High Heels
  • Accessoires wie Pads, Corsagen, künstliche Brüste, Strümpfe
  • Eventuell BDSM-Elemente wie Korsetts, Leder, Latex (bei entsprechender Rolle)

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ANWENDUNGS INFORMATION

Dauer/Intensität

Drag kann temporär für einen Auftritt oder Alltagsteil einer Person sein. Innerhalb von BDSM-Sessions hängt die Dauer von der vereinbarten Rollendynamik ab.

 

Eignung

  • Für jede Person, die sich kreativ mit Geschlecht und Darstellung auseinandersetzen will
  • In BDSM besonders geeignet für Fans von Gender Play, Sissification, Feminization, Humiliation (wenn konsensual) oder Exhibitionismus

 

Vorbereitung

  • Klärung der eigenen Motivation (Kunst, Lust, Rolle?)
  • Techniken für Make-up, Körpersprache und Styling lernen
  • In BDSM-Sessions: Klare Absprachen zur Rolle, zum Tonfall und zur Dynamik treffen

 

Aftercare

  • Entkleidung und Make-up-Entfernung als bewusster Teil der Rückkehr zur Alltagsperson
  • Gespräch über Gefühle, Wirkung und Wahrnehmung der Rolle
  • Körperpflege (z. B. nach längerem Tragen von High Heels oder Korsett)

 

Sicherheitshinweise

  • Drag kann in manchen sozialen Kontexten auf Ablehnung stoßen – Schutzraum beachten
  • In BDSM: Konsens und Kommunikation über Genderrollen, Fetischisierung oder „Forced Feminization“ sind essenziell
  • Körperliche Sicherheit (z. B. Sturzgefahr bei hohen Schuhen) nicht unterschätzen

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • "Drag: The Complete Story" von Simon Doonan
  • "Gender Outlaw" von Kate Bornstein

URSPRUNG

Drag hat historische Wurzeln im Theater (etwa im Elisabethanischen Zeitalter, als Frauen keine Rollen spielen durften). Die moderne Dragkultur entwickelte sich besonders im 20. Jahrhundert in queeren Subkulturen – etwa in der Ballroom-Szene (Harlem, 1980er) oder mit Persönlichkeiten wie Divine, RuPaul oder Marsha P. Johnson. Die Verbindung zu BDSM ist punktuell – etwa über Fetisch-Drag oder Performances mit sadomasochistischen Elementen.

Dragqueens treten häufig in der queeren Kulturszene auf – z. B. in Shows, auf Bühnen, bei Pride-Events oder in Clubs – und nutzen Drag als Ausdrucksform von Kunst, Parodie, politischem Statement oder Identität. Im Kontext von BDSM kann Drag eine Rolle im Roleplay, in Gender Play oder in Feminisierungsszenarien einnehmen, ist jedoch kein BDSM-spezifisches Phänomen. Drag ist vielfältig und überschneidet sich nur manchmal mit BDSM-Praktiken.

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