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Elektrostimulation (kurz: E-Play, E-Stim, oder Elektroplay) ist eine BDSM-Praxis, bei der kontrollierte elektrische Impulse auf die Haut oder erogene Zonen übertragen werden, um Lust, Schmerz, Muskelkontraktionen oder intensive sensorische Erlebnisse zu erzeugen. Die Methode nutzt speziell entwickelte BDSM-Geräte und erfolgt risikobewusst, einvernehmlich und sicherheitsorientiert.
Elektroplay muss explizit verhandelt werden.
Intensität, Körperzonen und Geräte müssen gemeinsam festgelegt sein.
Nur für BDSM geeignete Geräte verwenden
Herzregion strikt meiden
nie über Hals, Kopf oder Brustwarzen beim Mann (Herzrisiko)
Alle Beteiligten müssen die Risiken verstehen:
Muskelverkrampfungen
Verbrennungen bei falscher Anwendung
Überreizung der Nerven
Verantwortung für Intensität, Kontrolle und Sicherheit
Sub muss jederzeit kommunizieren können
Dom muss Signale wahrnehmen
Bei genitale E-Stimulation ist besondere Rücksicht auf Einwilligung nötig.
Strom durch Herzregion (Brust quer)
Strom durch Hals
Strom durch Kopf oder Schläfen
Strom bei Herzproblemen
Strom in Kombination mit Metallimplantaten nahe der Stimulation
Spielen unter Einfluss von Drogen oder Alkohol
Hautreizungen
Verbrennungen bei falscher Leitfähigkeit
Muskelkrämpfe
Herzrhythmusstörungen (bei falschem Einsatz!)
Nervenüberreizung
Überforderung durch ungewohnte Intensität
Kontrollverlust kann psychisch triggern
Vertrauensverlust bei falscher Anwendung
Trauma durch unvorhersehbare Überreizung
Öffentliche Nutzung kann Geräusche oder Bewegungen auslösen
Geräte beim Transport könnten Fragen auslösen
Niemals durch den Herzbereich!
Nur BDSM-geeignete Geräte verwenden.
Langsam beginnen, langsam steigern.
Immer kommunizieren.
E-Stim Powerbox (z. B. Erostek, ElectraStim, MyStim)
TENS-Geräte (medizinische Geräte – nur korrekt angewendet!)
BDSM-Elektrokabel
Fernbedienungen / Apps zur Intensitätssteuerung
Elektro-Dildos
Plugs
Penis- oder Hoden-„Loops“
Brustwarzen-Pads
Vaginalsonden
Analsonden
Elektro-Handschuhe
Stäbe, Elektro-Crops
Gel für bessere Leitfähigkeit
Klettbänder oder Fixierungen
Pads, Elektrogelektroden
Gummi- oder Silikonkabel
Reinigungsmittel
Niemals Geräte aus dem Baumarkt, Autozubehör oder medizinische Geräte zweckentfremden!
Es gelten strikte Sicherheitsregeln.
Anfänger: Kurze Sitzungen mit niedriger Intensität; langsames Herantasten.
Fortgeschrittene: Längere Sessions mit individuell abgestimmter Reizfrequenz oder Kombinationen mit anderen Praktiken.
Geeignet für: Neugierige, Fetischist:innen, Menschen mit Interesse an Kontrolle, Schmerzlust oder unkonventioneller Stimulation.
Nicht geeignet für: Personen mit Herzproblemen, Schwangere oder Menschen mit neurologischen Erkrankungen.
Geräte auf Funktion testen.
Körperstelle reinigen, evtl. rasieren.
Kommunikation und festgelegte Safewords oder Nonverbalzeichen vereinbaren.
Körperpflege (Elektrodenstellen kontrollieren, evtl. Hautpflege auftragen).
Emotionale Betreuung: Viele empfinden intensive E-Stim als sehr stimulierend oder herausfordernd – Nachbesprechung, körperliche Nähe und Flüssigkeitszufuhr können hilfreich sein.
Strom niemals über den Brustkorb oder nah am Herzen anwenden.
Geräte nur verwenden, wenn sie für den erotischen Bereich ausgelegt sind.
Stromstärke und Impulsdauer langsam erhöhen.
Gerät ausschalten, bevor Elektroden entfernt werden.
Niemals in Kombination mit Wasser verwenden.
Kribbeln, Pulsieren, rhythmische Impulse
leichte Intensität zur Erregung
geeignet für Anfänger (mit Anleitung)
tiefe Kontraktionen
massierende Wirkung
intensiver BDSM-Charakter
Intensiv und sehr erotisch:
Penis- und Hodenschlaufen
Vaginale oder anale Elektrosonden
Prostata-Stimulation
Klitorale Pads
Dies kann zu:
außergewöhnlich starken Orgasmen
Edge-Play
Orgasmuskontrolle
führen.
kurze Impulse als Strafreiz
Kombination mit Bondage
Toy-Training
Kontrollentzug
E-Stim wird oft in Szenen wie:
Klinik
Doktor/Patient
Experimentell-Labor
eingebunden.
Viele moderne Powerboxen können:
über Bluetooth
oder via App
gesteuert werden.
Perfekt für:
Long-Distance-Domination
Public-Play (sub trägt Gerät unter Kleidung)
„Das SM-Handbuch“ — Phillip Miller & Molly Devon
„BDSM – Erotik. Macht. Lust.“ — Matthias T. J. Grimme
„Fesseln, Führen, Spielen“ — Monika K. Gast
„Schlagfertig – Handbuch für BDSM-Praktiken“ — L. Avery
„Spieltrieb – Lust & Macht“ — Nora Lenz
„The Ultimate Guide to Kink“ — Tristan Taormino
„SM 101: A Realistic Introduction“ — Jay Wiseman
„Playing Well with Others“ — Lee Harrington & Mollena Williams
Elektrostimulation wurde ursprünglich in der Medizin (z. B. zur Muskelstimulation oder Schmerztherapie) entwickelt. Im BDSM-Kontext ist sie seit den 1970er- und 1980er-Jahren zunehmend verbreitet, insbesondere durch die Verfügbarkeit spezialisierter Geräte für den erotischen Bereich.
Elektrostimulation zählt zu den Edge-Play-Praktiken, da sie starke körperliche und sensorische Auswirkungen hat. Anders als Stromschläge im Alltag nutzt BDSM-Elektrospiel kontrollierte, ungefährliche Niedrigspannungsimpulse, die speziell für erotische oder sensorische Anwendungen entwickelt wurden.
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