EA – EMOTIONAL AVAILABILITY

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DEFINITION

Emotional Availability (EA) bezeichnet die Fähigkeit einer Person, auf emotionaler Ebene präsent, zugänglich und responsiv zu sein – also offen für eigene und fremde Gefühle, in der Lage, emotionale Bedürfnisse wahrzunehmen und empathisch darauf zu reagieren.

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PRINZIPIEN

  • Konsensuelle Kommunikation
  • Empathie und aktives Zuhören
  • Selbstreflexion und emotionale Selbstregulation
  • Verknüpfung mit Prinzipien wie SSC (Safe, Sane, Consensual) oder RACK (Risk-Aware Consensual Kink)

RISIKEN

Mangelnde emotionale Verfügbarkeit kann zu Missverständnissen, Vertrauensverlust oder emotionalem Schaden führen – insbesondere nach intensiven Szenen. Besonders problematisch bei emotional unausgewogenen Machtverhältnissen.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

  • Bereitschaft zu offener Kommunikation
  • Vertrauensbasis
  • ggf. Kenntnisse in Kommunikationstechniken (z. B. „Ich-Botschaften“, aktives Zuhören)

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ANWENDUNGS INFORMATION

Dauer/Intensität

Emotional Availability ist keine einmalige Handlung, sondern ein fortlaufender Prozess. Sie kann sich in verschiedenen Phasen der Beziehung oder Session unterschiedlich zeigen und entwickeln.

 

Eignung

Relevanz für alle Rollen und Erfahrungsstufen, insbesondere in langfristigen D/s-Beziehungen, bei emotional intensiven Szenen oder bei vulnerablen Themen (z. B. Age Play, Edge Play, Aftercare).

Vorbereitung

  • Klärung der eigenen emotionalen Kapazitäten
  • Offenes Gespräch über Bedürfnisse, Trigger und Erwartungen
  • Vorhandensein von „Safe Spaces“ für emotionale Gespräche

 

Aftercare

Emotional verfügbare Partner*innen achten nach Sessions bewusst auf emotionale Reaktionen und bieten Unterstützung an, etwa durch Nähe, Worte der Bestätigung oder Raum für Rückzug.

Sicherheitshinweise

  • Frühzeitiges Erkennen von emotionaler Distanz oder Überforderung
  • Einbauen regelmäßiger „Check-ins“
  • Eventuell Einbindung von außenstehenden Ansprechpersonen (z. B. Kink-freundliche Therapeut*innen)

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • „The Ethical Slut“ von Dossie Easton & Janet W. Hardy
  • „Playing Well With Others“ von Lee Harrington

URSPRUNG

Der Begriff stammt ursprünglich aus der psychologischen Bindungsforschung und wurde zunehmend in Paartherapie, Coaching und Beziehungsberatung integriert. Im BDSM wurde er durch wachsendes Bewusstsein für „emotionale Intelligenz“ und gesunde Beziehungsgestaltung relevanter.

Im BDSM-Kontext spielt emotionale Verfügbarkeit eine zentrale Rolle, insbesondere in dynamischen Beziehungen mit starkem Vertrauens- und Machtgefälle, etwa bei Dominanz/Submission (D/S) oder im Kontext von Aftercare.

Emotional verfügbare Partner*innen sind in der Lage, emotionale Nähe zuzulassen, Verantwortung für das emotionale Wohlergehen des Gegenübers zu übernehmen und Grenzen sowie nonverbale Signale bewusst wahrzunehmen.

VERWANDTE BEGRIFFE

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