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Englisch bezeichnet im BDSM eine Praktik, bei der der dominante Part den submissiven Part dazu anleitet oder anweist, ausschließlich Englisch (oder eine bestimmte Form von Englisch) zu sprechen. Dies dient der Rollenvertiefung, der Distanzschaffung, der erotischen Fremdheit oder der bewusst erzeugten Kontrolle über Kommunikation und Ausdruck.
„Englisch“ bezeichnet im BDSM eine Praktik, bei der der dominante Part den submissiven Part dazu anleitet oder anweist, ausschließlich Englisch (oder eine bestimmte Form von Englisch) zu sprechen. Dies dient der Rollenvertiefung, der Distanzschaffung, der erotischen Fremdheit oder der bewusst erzeugten Kontrolle über Kommunikation und Ausdruck.
Die Verwendung einer fremden Sprache — in diesem Fall Englisch — ist im BDSM ein Mittel, um Kommunikation, Kontrolle und Rollenenergie bewusst zu beeinflussen. Sprache ist eines der stärksten psychologischen Instrumente im BDSM, weil sie Identität, Nähe, Distanz, Autorität und Unterwerfung prägt. Wenn ein submissiver Part gezwungen oder angewiesen wird, Englisch zu sprechen, verändert sich sofort die Wahrnehmung von Rolle, Selbstbild und Interaktion.
Englisch wird häufig gewählt, weil es international verständlich ist, eine gewisse Distanz erzeugt und als „neutraler“ wirkt als Muttersprache.
Die Wirkung entsteht durch:
Kontrollverlust über Ausdruck: Der Sub muss aktiv überlegen, wie er etwas formuliert.
Rollenstärkung: Die Anweisung wirkt wie ein Befehl und vertieft das Machtgefälle.
Emotionale Verschiebung: Das Sprechen einer Fremdsprache kann Scham, Aufregung, Unsicherheit oder Unterwerfung verstärken.
Bewusste Kommunikationsführung: Paare können durch Sprache gezielt Stimmung, Nähe oder Abstand erzeugen.
Symbolische Anpassung: Englisch als „D/s-Sprache“ kann die Rollenidentität stärken.
Für manche Submissive ist Englisch leichter, weil es Distanz schafft. Andere finden es schwieriger, weil es Unsicherheit erzeugt — genau hier entstehen die emotionalen Effekte, die im BDSM genutzt werden können.
Psychologisch aktiviert Englisch im BDSM:
leichte Fremdheit → gesteigerte Aufmerksamkeit
bewusster Ausdruck → höhere Kontrolle durch den Dom
Unsicherheit → potenzierte Hingabe
„Switch“ in eine andere Identität → Rollenenergie steigt
Fokus auf klare Kommunikation
Manche Paare nutzen Englisch für ganze Sessions, andere nur für bestimmte Befehle oder Rituale. Wichtig ist immer, dass beide verstehen, was gesagt wird, und dass Konsens und Sicherheit auch sprachlich gewährleistet bleiben.
SSC – Safe, Sane, Consensual
Sprachregelungen müssen klar, einvernehmlich und sicher sein.
RACK – Risk Aware Consensual Kink
Beide müssen sich der psychologischen Wirkung bewusst sein.
Informierter Konsens
Englisch darf nur genutzt werden, wenn beide die Bedeutung verstehen.
Metakonsens
Falls erniedrigende oder formale englische Ansprachen genutzt werden.
Kommunikationssicherheit
Safewords und Notfallsignale müssen sprachunabhängig funktionieren.
Verantwortung des dominanten Parts
Sprache darf kein Werkzeug der Überforderung werden.
Auch Sprache kann Risiken erzeugen — besonders im psychologischen Bereich:
Missverständnisse: falsches Verständnis eines Befehls kann gefährlich werden.
Überforderung: zu hohe sprachliche Anforderungen können Stress auslösen.
Gefährdung von Safewords: Fremdsprache darf nie die Sicherheit einschränken.
Scham oder Blockade: manche Submissive brechen mental zusammen, wenn sie Fehler machen.
Grenzverlust: Englisch kann Rollengrenzen verstärken und emotionale Distanz erzeugen.
Fehlinterpretation von Emotionen: Tonfall klingt in Fremdsprache oft härter oder kälter.
Sichere Gestaltung:
Safeword immer in Muttersprache
bei Missverständnissen sofort stoppen
Sub niemals für Sprachfehler bestrafen, wenn nicht abgesprochen
ausreichendes Sprachlevel prüfen
klare Regeln für Rollen- vs. Alltagskommunikation
auf Körpersprache achten
Bei „Englisch“ geht es um Sprache, nicht um Gegenstände — möglich sind aber unterstützende Elemente:
Sprachleitfäden / Wunschlisten: erlaubte Wörter, verbotene Begriffe
Ritualtexte: Begrüßungsformeln, Bestätigungen
Kommunikationsregeln: wann Englisch, wann Muttersprache
Digitale Hilfsmittel:
Notizen
Chatverläufe
Aufgaben in Englisch
Aftercare-Hilfen:
Gespräch zur emotionalen Einordnung
Keine körperliche Ausrüstung erforderlich, außer sie gehört ohnehin zur Session.
„Englisch“ kann im BDSM auf verschiedene Weise eingesetzt werden:
Sprachregel: Sub darf nur Englisch sprechen.
Kommandos auf Englisch: Dom nutzt Englisch für Befehle, Rituale oder Rollenansprache.
Rollenspiel-Sprache: Englisch wird zur fiktiven „BDSM-Sprache“ des Paares.
Kommunikation bei Ritualen: Begrüßung, Präsentation, Bestätigung in Englisch.
Verstärkung von Dominanz: Fremdsprache erschwert Widerrede oder Spontanreaktionen.
Distanz oder Formalität: Englisch schafft eine symbolische Grenze zwischen Alltag und Session.
Online-/Text-Dynamik: Nutzung von Englisch in Chats, Aufgaben oder Tagebuchnotizen.
Wichtig für die Praxis:
Intensität vorher abklären (nur Befehle, ganze Sätze, ganze Session?).
Klären, ob der Sub genügend Sprachkenntnisse hat.
Erlaubte und verbotene Phrasen definieren.
Möglichkeit zum Sprachwechsel für Safewords sicherstellen.
Humor vermeiden, wenn es die Rolle bricht.
Empfohlene Literatur:
Es handelt sich hier tatsächlich um die Sprache ENGLISCH die hier nicht im Zusammenhang mit dem BDSM Begriff "Englischer Erziehung steht.
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