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Falaka ist eine traditionelle Schlagtechnik, bei der die Fußsohlen gezielt mit Stöcken, Ruten oder Seilen geschlagen werden.
Im BDSM-Kontext wird sie als intensives, kontrolliertes Impact Play eingesetzt und gilt als fortgeschrittene Form körperlicher Bestrafung und Schmerzdominanz.
Falaka ist eine traditionelle Praxis mit historischem Hintergrund, die in einem konsensuellen, spielerischen oder rituellen Rahmen ausgeführt werden kann. Im Unterschied zu realer Bestrafung oder Folter (wie z. B. in historischen oder repressiven Kontexten) liegt der Fokus im BDSM-Bereich auf kontrolliertem Schmerz, psychologischer Wirkung und intensiver Erfahrung – immer mit explizitem Einverständnis aller Beteiligten.
SSC – Safe, Sane, Consensual
Falaka gehört zu den härtesten Schlagtechniken.
Nur bei vollständiger, bewusster Einwilligung und klaren Grenzen.
RACK – Risk Aware Consensual Kink
Sehr wichtig: Beide müssen die Risiken genau kennen → Nervenschäden & Gehverlust sind möglich.
PRICK – Personal Responsibility Informed Consensual Kink
Top trägt besondere Verantwortung für Kraftdosierung, sub für ehrliche Kommunikation über Schmerz.
RISC – Risk-Informed, Supported Consent
Sinnvoll bei Falaka, da die psychische Wirkung (Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein) sehr stark sein kann.
Themenspezifische Prinzipien
1. Prinzip der kontrollierten Intensität
Falaka nur langsam steigern – nie „kalt“ beginnen.
2. Prinzip der funktionellen Sicherheit
Schläge nur auf weichere Sohlenbereiche, nie auf Gelenke, Sehnen oder Knochen.
3. Prinzip der Haltetechnik
sub muss stabil liegen oder fixiert sein – unkontrollierte Bewegungen sind gefährlich.
4. Prinzip der kurzen Serien
Viele kurze Serien sind sicherer als wenige extrem harte.
5. Prinzip der Nachbehandlung
Eis, Salbe, Ruhe und Nachkontrolle gehören verpflichtend dazu.
Falaka ist nicht harmlos. Die Fußsohlen haben viele empfindliche Strukturen:
Sehnen
Nerven
Knochen
Blutgefäße
Muskeln
Hämatome
starke Schwellungen
Gehverlust für Stunden oder Tage
Sehnenreizungen
Nervenirritationen
Blutgefäßverletzungen
Verstauchungen durch reflexartige Bewegungen
harte Vollschläge ohne Aufwärmung
Schläge auf Zehen oder Zehensehnen
Schläge seitlich auf Knöchel
unkontrollierte Kraft
exzessive Wiederholungen
nie bei Vorerkrankungen an Füßen/Knochen/Nerven
Schläge stets gleichmäßig verteilt
Pausen einbauen
sub fest halten oder fixieren → verhindert Verletzungen
Aftercare der Füße unbedingt einplanen
Session abbrechen bei Taubheit oder Nadeln-Kribbeln
Schlagwerkzeuge
Rattanstock (Cane)
Weiche bis mittlere Lederpeitschen
dünne Holzstöcke (mit Vorsicht)
flexible Gummipeitschen
Flogger mit härteren Falls
Fixierungs- & Positionsausrüstung
Hand- und Fußfesseln
Bondage-Seile
Bettfessel-System
Keilkissen zur Beinpositionierung
Sicherheits- & Komfortausrüstung
Nacken- oder Rückenstütze
Anti-Rutsch-Unterlage
Erste-Hilfe-Set
Kühlpads & Wärmepackungen
Handtuch oder Polsterung für die Waden
Aftercare-Material
Kühlgel / Arnika
Pflegesalbe
warme Decke
Wasser & ruhige Umgebung
Dauer/Intensität
Anfänger:innen: Sehr vorsichtig, mit wenigen, leichten Schlägen
Erfahrene Spieler:innen: Höhere Wiederholungszahl, rhythmische Steigerung, ggf. ritualisierte Züchtigung
Immer: Pausen einplanen, um Reaktionen zu beobachten
Eignung
Geeignet für: Menschen mit Vorliebe für Schmerzspiel, Ritual, Strafszenarien, Fußfetisch oder Kontrollfantasien
Nicht geeignet für: Personen mit Fußproblemen, Vorerkrankungen (z. B. Diabetes, Nervenschäden), schwachem Kreislauf oder fehlender Erfahrung mit Schmerz
Vorbereitung
Absprache von Grenzen und Safe Words
Aufwärmen der Füße (Massage, Klopfen) um Verletzungen zu vermeiden
Positionierung sicher gestalten – keine Verdrehung oder Druck auf Gelenke
Psychische Vorbereitung: Wenn Falaka als Rollenspiel bestrafend wirkt, auch auf emotionale Reaktionen achten
Aftercare
Fußpflege: Kühlen, Salben, Eincremen, ggf. hochlagern
Körperliche Unterstützung: Hilfe beim Gehen oder Tragen, wenn nötig
Emotionales Aftercare: Gespräch über Schmerz, Reiz, Reaktionen – besonders bei ritualisierten oder psychologisch fordernden Szenen
Sicherheitshinweise
Nicht auf Knochen schlagen – nur auf die weiche Mitte der Fußsohle zielen
Keine zu harten Gegenstände (z. B. Metall, dicke Holzstöcke)
Bei Hautverfärbung, Taubheit oder Brennen abbrechen
Erholungszeit beachten – Füße brauchen ggf. mehrere Tage zur Regeneration
Typische Positionen
liegend auf Rücken, Füße hochgebunden
liegend auf Bauch, Füße frei nach oben
sitzend, Beine ausgestreckt
kniend mit fixierten Füßen
gefesselt in Bondage-Positionen (z. B. Hogtie light)
Ablauf einer Session
Aufwärmen (streicheln, leicht schlagen, klopfen)
Steigerung (sanfte, wiederholte Schläge mit weichen Tools)
Hauptphase (härtere Stöcke, Ruten, rhythmische Techniken)
Cooldown (leichte Schläge, Reibung, Massage)
Pflege (Creme, Kühlen oder Wärme je nach Sensation)
Mögliche Kombinationen
Bondage
verbale Elemente
Atemlenkung (kein Breathplay!)
Ritualspiel
Strenge Dominanz / Erziehungsszenarien
Rollenspiele (z. B. Gericht, Strafe, Training)
Die Falaka hat ihren Ursprung in gerichtlichen und militärischen Strafpraktiken in Regionen wie dem Nahen Osten, Nordafrika, Asien und Teilen Europas. Sie wurde in autoritären Systemen als Methode zur Bestrafung, Demütigung oder Disziplinierung verwendet.
In der BDSM-Kultur wurde Falaka bewusst vom historischen Missbrauch getrennt und als einvernehmliches Spiel übernommen, das körperliche und psychische Intensität mit Ritual und Kontrolle verbindet.
Kurz zusammengefasst: Ursprung des Begriffs „Falaka“
Historischer Ursprung:
Arabische und osmanische Bestrafungspraxis
(Stockschläge auf die Fußsohlen)
Sprachlicher Ursprung:
Arabisch „falaqa“, türkisch „falaka“
Erotisierung:
Fetischmagazine & Spankingkultur des 20. Jahrhunderts
Ankunft im BDSM:
Durch internationale Online-Szene ab 1990er/2000er
Heute:
Ein BDSM-Begriff für einvernehmliche, rituelle Schlagtechniken auf die Fußsohlen
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