OBJEKTIFIZIERUNG

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DEFINITION

Objektifizierung bezeichnet im BDSM-Kontext eine Praktik, bei der eine Person bewusst und einvernehmlich wie ein Objekt behandelt wird.

Auf der Suche nach gleichgesinnten oder weiterführenden Austausch?

PRINZIPIEN

Konsens

Klare Absprachen und die Zustimmung aller Beteiligten sind unerlässlich.

 

Grenzen

Die Intensität und Dauer der Objektifizierung sollten im Vorfeld verhandelt werden.

 

Verantwortung

Die dominante Person ist für die physische und emotionale Sicherheit der submissiven Person verantwortlich.

RISIKEN

Emotionale Belastung

Die Objektifizierung kann intensive psychologische Reaktionen hervorrufen, insbesondere, wenn sie mit Demütigung verbunden ist.

 

Physische Belastung

Wenn die Person längere Zeit in unbequemen Positionen verharrt (z. B. als Möbelstück), können körperliche Beschwerden entstehen.

 

Grenzüberschreitungen

Ohne klare Kommunikation können Szenen emotional oder physisch belastend sein.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

Abhängig von der Art der Objektifizierung (z. B. Seile, Halsbänder, Möbelstücke).

Sicherungspolster oder andere Hilfsmittel zur körperlichen Entlastung.

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ANWENDUNGS INFORMATION

Die Dauer kann stark variieren: von kurzen Spielszenen bis hin zu längeren Sessions oder festen Rollen in der Beziehung.

Anfänger sollten mit kürzeren Szenen beginnen und sich langsam steigern.

 

Eignung

  • Geeignet für erfahrene BDSM-Praktizierende sowie Anfänger, die sich vorsichtig an Macht- und Kontrollspiele herantasten möchten.
  • Besonders geeignet für Menschen, die Freude an Unterwerfung, Hingabe oder Kontrolle finden.

 

Vorbereitung

  • Klärung der Art der Objektifizierung und ihrer Grenzen.
  • Vereinbarung eines Safe Words oder alternativer Kommunikationsmittel, insbesondere wenn die submissive Person nicht sprechen darf.
  • Physische Vorbereitung, um Überlastungen (z. B. durch unbequeme Positionen) zu vermeiden.

 

Aftercare

  • Besondere Aufmerksamkeit auf emotionale Nachbesprechungen legen, da die Praxis intensive Gefühle auslösen kann.
  • Körperliche Pflege (Massage oder Wärmebehandlung), wenn die Szene anstrengend war.

LITERATUR

URSPRUNG

Dies kann bedeuten, dass die betroffene Person während einer Szene oder in bestimmten Dynamiken keine eigene Entscheidungsfreiheit hat oder nur bestimmte, festgelegte Aufgaben erfüllt. Die Objektifizierung kann sowohl physisch (z. B. als „Möbelstück“ oder „Dekorationsobjekt“) als auch psychologisch (Reduktion auf eine bestimmte Rolle oder Funktion) stattfinden.

Im Mittelpunkt steht oft die Erregung durch Machtverlust, Demütigung oder totale Hingabe. Für manche Submissive bietet die Objektifizierung eine Möglichkeit, Kontrolle vollständig abzugeben, während Dominante die totale Verfügungsgewalt ausüben.

Die Objektifizierung als Bestandteil erotischer Machtspiele ist kein neues Konzept. Sie hat ihre Wurzeln in Fetisch- und Dom/Sub-Dynamiken und wird oft in der Literatur, z. B. in Werken wie Die Geschichte der O (Pauline Réage), beschrieben. Im modernen BDSM ist sie Teil vielfältiger Rollenspiele und Fantasien.

 

Formen der Objektifizierung

  • Möbel-Objektifizierung: Die submissive Person dient als Möbelstück (z. B. Tisch, Fußschemel).
  • Sexuelle Objektifizierung: Die Person wird auf eine rein sexuelle Funktion reduziert.
  • Dekorative Objektifizierung: Die Person wird z. B. als „lebende Statue“ oder „Accessoire“ verwendet.
  • Dienstleistungsbezogene Objektifizierung: Die submissive Person wird auf bestimmte Tätigkeiten beschränkt, z. B. als Diener oder Putzkraft.

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