SADISMUS

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DEFINITION

Sadismus bezeichnet im BDSM-Kontext die sexuelle Erregung oder Befriedigung durch das Zufügen von körperlichem oder psychischem Schmerz oder durch die Kontrolle und Dominanz über eine andere Person.

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PRINZIPIEN

Konsens

Sadistische Handlungen werden nur mit klarer Einwilligung des Partners durchgeführt.

 

Safe Words

Ein vereinbartes Safe Word dient dazu, die Szene jederzeit zu beenden oder zu pausieren.

 

Verantwortung

Der sadistische Partner trägt die Verantwortung, die physische und emotionale Sicherheit der submissiven Person sicherzustellen.

RISIKEN

Physische Verletzungen

Bei intensiven Schmerzspielen (z. B. Peitschen oder Nadeln) besteht das Risiko von Hautverletzungen, Prellungen oder Nervenreizungen.

 

Emotionale Belastung

Psychischer Sadismus oder Demütigung können unerwartete emotionale Reaktionen oder langfristige Auswirkungen hervorrufen.

 

Grenzüberschreitungen

Unklare Kommunikation oder mangelnde Erfahrung können dazu führen, dass Grenzen überschritten werden.

NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG

Schlagwerkzeuge: Peitschen, Paddles, Flogger, Riding Crops

Sicherheitsausrüstung: Erste-Hilfe-Set und Desinfektionsmittel für eventuell auftretende Verletzungen

Restriktionshilfen: Seile, Handschellen oder Knebel (bei kombinierter Anwendung mit Bondage)

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ANWENDUNGS INFORMATION

Eignung

  • Für Anfänger geeignet, wenn mit leichten Schmerzreizen (z. B. Spanking) begonnen wird.
  • Fortgeschrittene können intensivere Techniken wie Nadelspiel, Peitschen oder psychischen Sadismus einbinden.

 

Vorbereitung

  • Besprechung der Wünsche, Vorlieben und Grenzen beider Partner.
  • Vereinbarung von Safe Words und Signalen zur Unterbrechung der Szene.
  • Kenntnisse über anatomische Risikobereiche (z. B. Nierengegend oder Wirbelsäule) sind wichtig, um Verletzungen zu vermeiden.

 

Aftercare

  • Nach intensiven Szenen sollte der submissive Partner körperlich und emotional betreut werden.
  • Kühlende oder beruhigende Salben zur Pflege gereizter Haut können helfen.
  • Ein offenes Gespräch über die Erfahrung kann helfen, mögliche negative Gefühle zu verarbeiten.

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • SM 101: A Realistic Introduction von Jay Wiseman
  • The Ultimate Guide to Kink von Tristan Taormino

URSPRUNG

Die Praktik basiert auf konsensuellen Macht- und Schmerzspielen, bei denen alle Beteiligten ihre Grenzen vorher klar festlegen. Im Gegensatz zur medizinischen Definition des Sadismus, die pathologische Gewalt oder Missbrauch umfassen kann, ist Sadismus im BDSM ein einvernehmliches Spiel, das nach den Grundprinzipien wie SSC (Safe, Sane, Consensual) oder RACK (Risk Aware Consensual Kink) praktiziert wird.

Sadistische Personen genießen es, Kontrolle auszuüben und Schmerz oder Unbehagen zu erzeugen – häufig als Teil einer Dominanz- und Unterwerfungs-Dynamik (D/S).

Der Begriff Sadismus geht auf den französischen Schriftsteller Marquis de Sade (1740–1814) zurück, dessen Werke für ihre expliziten Darstellungen von Schmerz, Dominanz und Sexualität berüchtigt sind. Im modernen BDSM-Kontext hat Sadismus jedoch eine neue Bedeutung erhalten, die stark auf Konsens und gegenseitigem Vertrauen basiert.

 

Arten des Sadismus im BDSM

  • Körperlicher Sadismus: Zufügen von körperlichem Schmerz durch Schläge, Kratzen, Beißen, Peitschen oder andere Praktiken.
  • Psychischer Sadismus: Emotionale Kontrolle durch Demütigung, verbale Erniedrigung oder das Spielen mit Ängsten.
  • Kontrollbasierter Sadismus: Kontrolle über Bewegung, Wahrnehmung (z. B. durch Augenbinden) oder Handlungsfreiheit.

 

Typische Praktiken

  • Spanking, Peitschen oder Schlagen
  • Bondage und restriktive Positionen
  • Nadel- oder Wachsspiele
  • Verbaler Sadismus (Erniedrigung oder Kommandos)

VERWANDTE BEGRIFFE

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