WUNSCHZETTELSUB

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DEFINITION

Der Begriff Wunschzettelsub bezeichnet in der BDSM-Community eine submissive Person, die ihre eigenen Wünsche, Fantasien und Vorstellungen stark in den Vordergrund stellt und diese häufig in Form einer detaillierten Liste oder „Wunschzettel“ äußert.

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PRINZIPIEN

Konsens

Ein Wunschzettelsub sollte seine Wünsche und Fantasien in einem einvernehmlichen Rahmen äußern, wobei auch die Bedürfnisse des dominanten Partners berücksichtigt werden.

 

Kommunikation

Klare und offene Gespräche darüber, welche Wünsche umsetzbar sind und welche Grenzen respektiert werden müssen, sind essenziell.

 

Balance

In einer gesunden D/S-Dynamik sollte ein Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen des Tops und des Subs bestehen.

RISIKEN

Missverständnisse

Wenn der dominante Partner die Liste des Subs als Forderung interpretiert, kann dies zu Spannungen führen.

 

Enttäuschungen

Unerfüllte Erwartungen können bei beiden Partnern Frustration oder emotionale Belastungen verursachen.

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ANWENDUNGS INFORMATION

Eignung

Die Rolle des Wunschzettelsubs ist vor allem in Beziehungen geeignet, in denen beide Partner auf eine klare Kommunikation und Verhandlung setzen. In Beziehungen mit strikteren Machtgefällen könnte dies weniger kompatibel sein.

 

Vorbereitung

  • Erstellung einer Wunschliste oder eines Kink-Vertrags, der sowohl die Wünsche des Subs als auch die Grenzen des Tops berücksichtigt
  • Gemeinsame Gespräche, um festzulegen, welche Punkte realistisch umgesetzt werden können und welche nicht

 

Beispiele für typische Wünsche auf einem „Wunschzettel“

  • Bestimmte BDSM-Praktiken (z. B. Bondage, Impact Play, Sensory Play)
  • Szenarien oder Rollenspiele (z. B. Master/Slave, Pet Play)
  • Grenzen und Tabus (was nicht geschehen darf)

 

Aftercare

Nach einer Session ist es wichtig, die Erfüllung oder Nichterfüllung bestimmter Wünsche gemeinsam zu reflektieren. Dies kann durch Gespräche oder Feedback geschehen, um sicherzustellen, dass sich beide Partner wohlfühlen und die Dynamik gegebenenfalls angepasst werden kann.

 

Positive Aspekte

  • Klarheit der Wünsche: Ein Wunschzettelsub weiß oft genau, was er oder sie möchte, was die Kommunikation erleichtert.
  • Verhandlungsbasis: Die detaillierte Beschreibung von Fantasien kann als Ausgangspunkt für gemeinsame Verhandlungen dienen.
  • Selbstreflexion: Der Sub hat sich häufig intensiv mit den eigenen Vorlieben und Grenzen auseinandergesetzt.

 

Herausforderungen und Kritik

  • Einseitigkeit: Wenn der Sub ausschließlich auf die Erfüllung der eigenen Wünsche fokussiert ist, kann dies die Bedürfnisse des dominanten Partners vernachlässigen.
  • Mangelnde Hingabe: In klassischen D/s-Dynamiken wird manchmal erwartet, dass der Sub die Kontrolle weitgehend abgibt, was ein Wunschzettelsub möglicherweise nicht vollständig erfüllt.
  • Dominanter Top oder Dienstleister?: Manche Tops empfinden die detaillierten Vorgaben des Subs als Einschränkung ihrer eigenen Kontrolle.

 

Während der Begriff Wunschzettelsub manchmal als Kritik verwendet wird, ist es wichtig zu erkennen, dass das Äußern von Wünschen ein essenzieller Bestandteil jeder gesunden BDSM-Dynamik ist. Die Herausforderung besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen den Fantasien des Subs und den Bedürfnissen des dominanten Partners herzustellen.

LITERATUR

Empfohlene Literatur:

  • Dossie Easton & Janet Hardy: The New Bottoming Book
  • Jay Wiseman: SM 101: A Realistic Introduction

URSPRUNG

Dabei gibt der Wunschzettelsub oft klare Vorgaben, wie, wann und welche Praktiken oder Szenarien umgesetzt werden sollen. Während dies bei einvernehmlichen Beziehungen nützlich sein kann, wird der Begriff manchmal auch kritisch verwendet, wenn das Verhalten des Subs als fordernd oder als mangelnde Hingabe gegenüber den Wünschen des dominanten Partners wahrgenommen wird.

Der Begriff Wunschzettelsub entwickelte sich innerhalb der BDSM-Community, häufig in Foren oder sozialen Netzwerken, um eine bestimmte Art von submissivem Verhalten zu beschreiben. Ursprünglich wurde der Begriff eher abwertend verwendet, wenn eine Person ihre eigenen Wünsche über die Dynamik oder die Vorstellungen des dominanten Partners stellte. Heute wird er jedoch zunehmend neutraler betrachtet, insbesondere im Kontext von Kommunikation und Verhandlung.

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